Unsere Favoriten
30 | 12 | 2021 PraxisText & Fotos: Ruben Rod 02223
30 | 12 | 2021 Praxis
Text & Fotos: Ruben Rod 0 2223

Unsere Favoriten

Welchen Köder nimmst Du mit auf die berühmte «einsame Insel»? Die «Petri-Heil»-Mitarbeiter stellen in den kommenden Ausgaben ihre Favoriten vor. Ruben Rod macht den Auftakt.


Überlebensköder

Der «beste Köder» ist letzten Endes jener, den man am häufigsten im Wasser präsentiert. Es geht also nicht nur darum, dass ein Köder Fische fängt, sondern auch darum, dass man ihn überhaupt fischt. Einen Köder, den man besonders gerne fischt, den nutzt man schliesslich am häufigsten und hat mit ihm am meisten Erfolgserlebnisse. Den allerbesten Köder für alle Fischer zu küren, ist also unmöglich. Denn so vielfältig wie die Köder sind, sind auch die Vorlieben und Fähigkeiten von uns Fischern. Und dennoch, es gibt sie: die Killer unter den Fischverführern. 

 Den Pointer (oder B'freeze, wie dieser Köder früher hiess) gibt es auch mit einer kurzen Tauchschaufel. Diese eignet sich insbesondere in den sinkenden Versionen, da etwas schwerer und besser auswerfbar. Durch Sinkenlassen kann man ihn auf Tiefe bringen und wunderbar flankend nach oben animieren. Funktioniert auch auf Forellen sehr gut.

Den Pointer (oder B'freeze, wie dieser Köder früher hiess) gibt es auch mit einer kurzen Tauchschaufel. Diese eignet sich insbesondere in den sinkenden Versionen, da etwas schwerer und besser auswerfbar. Durch Sinkenlassen kann man ihn auf Tiefe bringen und wunderbar flankend nach oben animieren. Funktioniert auch auf Forellen sehr gut.


Ein Wobbler für alle Raubfische des Planeten

Ich habe eine Schwäche für Wobbler. Wie ein Marionettenspieler dem Fischlein aus Hartplastik Leben einzuhauchen, es flüchtend oder verletzt durchs Wasser flankend zu führen und direkt mit Raubfischen in Kommunikation zu treten, das ist wohl meine Lieblingsfischerei. Spüre ich das sanfte Vibrieren des Blanks beim Einholen, geht bei mir sofort ein innerer Film ab. Ich animiere intuitiv, vertiefe mich ins Wasser und mein Kopf wird leer. Verspüre ich Widerstand, sei es durch Bodenkontakt oder einen Verfolger, schlägt mein Puls höher. Knallt es schliesslich, folgt ein Adrenalinschub und verfestigt meine Fischersucht noch mehr.

 Auf Hechte darf es gerne ein grösserer 100er-Pointer sein.

Auf Hechte darf es gerne ein grösserer 100er-Pointer sein.


Eine gute Rute, Rolle, Hauptschnur und je nachdem ein Vorfach mit Befestigungsclip sind bereits alle Voraussetzungen dafür. Und natürlich das Wichtigste: der Wobbler. Davon gibt es ganz viele und auch sehr gute unterschiedlichster Hersteller. Wichtig ist mir, dass sie auch bei starken Strömungen oder Beschleunigungen einen sicheren Lauf haben und nicht auf eine Seite ausschlagen oder gar um die eigene Achse zu drehen beginnen. Für mich ein sicherer Wert für kleinere und mittlere Räuber rund um den Globus ist der Lucky Craft Pointer 65DD-SP in der Farbe «Ghost Minnow» oder «Ghost Ayu», ein schwebender und sehr vielseitig animierbarer Wobbler. Mit einem flachen Neigungswinkel der Rute kann man ihn auch ordentlich auf ein paar Meter Tiefe bringen. Habe ich es auf etwas grössere Räuber abgesehen und möchte an einer stärkeren Schnur mehr Wurfgewicht haben, um besser auswerfen zu können, nehme ich den sinkenden Pointer 78. Dieser hat eine kürzere Tauchschaufel und lässt sich wunderbar flankend einholen, aber auch in einer raschen Flucht aus der Tiefe beschleunigen. Funktioniert auf Räuber im Meer ebenso gut wie auf Hecht in trüben Seen oder auf Bachforellen.

 Hier ein brauner Zackenbarsch aus dem Mittelmeer, der einem sinkenden 78er-Pointer nicht widerstehen konnte.

Hier ein brauner Zackenbarsch aus dem Mittelmeer, der einem sinkenden 78er-Pointer nicht widerstehen konnte.

    

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