[Geteilte Meinung über die «]Live Sonar[»-Technologie]
23 | 11 | 2022 Schweiz | DiversesText: Ruben Rod 238420
23 | 11 | 2022 Schweiz | Diverses
Text: Ruben Rod 15 8420

Geteilte Meinung über die «Live Sonar»-Technologie

Wir haben im letzten «Petri-Heil» über das Verbot der «Live Sonar»-Technologie an einigen Schweizer Seen berichtet. Dass dieses kontroverse Thema zu einer regen Abstimmungsbeteiligung bei den Fischern führen würde, war zu erwarten. Die starke Resonanz hat uns dennoch überrascht.


Die Abstimmungsbeteiligung an dieser Umfrage setzt neue Massstäbe und übertrifft die Stimmenzahl der bisherigen Umfragen um ein Mehrfaches. Dieses Thema trifft offensichtlich einen Nerv und vergleichsweise viele Leser bringen ihre Sichtweise auch als Kommentar ein. Um lediglich zwei Prozentpunkte liegen die Befürworter mit 47% vor den Gegnern eines Verbots mit 45%. Die acht Prozent, denen ein solches Verbot egal ist, relativieren diese kleine Differenz zusätzlich. Jedoch bekunden rund zwei Drittel der Fischer, sich nie ein solches Gerät kaufen zu wollen. Knapp vier Fünftel der Stimmen (24% und 54%) unterstützen die Fischereigesetzgebung grundsätzlich. Mit 21% outen sich bemerkenswerterweise genau gleichviele Stimmen als Besitzer eines Live Sonar-Geräts wie jene, welche die Fischereiregelungen negativ beurteilen. Die Argumentationslinien beider Seiten sind nachvollziehbar, jedoch nicht immer widerspruchsfrei. Wir fassen die Positionen anhand verschiedener Aspekte des Themas zusammen.


Die Abstimmung ist geschlossen

Sollen Live Sonar Echolotgeräte auf Schweizer Gewässern verboten werden?

Total Abstimmungen: 725

47% | Ja. Solche Geräte richten mehr Schaden als Nutzen an. Die Fischerei bietet bereits genug (fängige) Möglichkeiten.

45% | Nein. Verbote sollten grundsätzlich vermieden werden. Wo sollte man denn bitte schön die Grenze ziehen und wer entscheidet das? Den Fortschritt kann man nicht aufhalten, auch nicht beim Fischen.

8% | Mir ist es egal, ob solche Geräte erlaubt bleiben oder nicht. Ich fische so oder so nicht damit, weil ich fischen und nicht an einem Bildschirm hängen will.


Fischst Du mit Live-Sonar?

Total Abstimmungen: 688

22% | Ja. Ich habe ein Live-Sonar auf meinem Boot.

63% | Nein. Und ich werde auch nie eines kaufen.

16% | Nein. Aber ich überlege mir bei Gelegenheit eines zu kaufen.


Ist das Schweizer Fischereireglement für Dich ausgewogen?

Total Abstimmungen: 658

24% | Ja, ich empfinde die aktuell geltenden Regeln als ausgewogen, sinnvoll und fair.

54% | Ich kann damit leben und mich arrangieren. Es gibt jedoch aus meiner Sicht erhebliche Lücken und Verbesserungsbedarf.

22% | Die in der Schweiz geltenden Regeln nerven mich extrem. Viel Unsinn sollte abgeschafft werden.



Wie ein solcher Entscheid getroffen wird

«Wurden die Fischereiverbände sowie auch der Schweizerische Fischereiverband in solche Entscheidungen miteinbezogen oder entscheidet hier einfach wieder einmal die Minderheit über die Bedürfnisse der Mehrheit?», fragt Leserbriefschreiber Martin Kaufmann und drückt damit aus, was viele Verbotsgegner annehmen: dass über die Köpfe der Fischer hinweg entschieden wird von einer kleinen Gruppe gewässerferner Menschen, die keine Ahnung haben und aus dem Bauch oder Neid heraus entscheiden. Die betreffenden Fischereikommissionen, welche sich mit dieser Frage auseinandersetzen, entscheiden aber nicht spontan aus dem Bauch heraus, sondern überlegen sich die Sache mittels einer möglichst differenzierten Abwägung und unter Anhörung von Sachverständigen. Und nicht immer spricht sich die Verwaltung für ein Verbot aus. Die Fischereiverwaltung des Kantons Zürich beispielsweise beantwortet eine Anfrage bezüglich «Live Sonar» wie folgend: « (…) erwägen wir kein Verbot dieser Echolote. Wir sind der Auffassung, dass wir den Schutz der Fischbestände über die Entnahmeregelungen und Schonmasse sowie Schonzeiten genügend sicherstellen können.» Hört man sich aber in den Fischereivereinen und kantonalen Fischereiverbänden um, ist mehrheitlich gar eine Befürwortung einer Regulation festzustellen. 


Nutzung von «Live Sonar» 

«Ich bin wirklich viel auf verschiedenen Seen unterwegs, aber ein ‹Live Sonar› habe ich noch nicht oft gesehen. Die Dinger kosten gegen 6000 Franken und der Nutzen ist jetzt nicht so gewaltig, wie vermutlich viele meinen … So eine Ausrüstung gönnen sich nur die wenigsten Fischer», schreibt Marvin. Es ist davon auszugehen, dass die Preise für entsprechende Geräte im Lauf der Zeit sinken werden und ohne gesetzliche Regulationen damit zu rechnen ist, dass sich immer mehr Fischer ein solches Gerät beschaffen und damit umgehen lernen. Das Potenzial dieser Technologie ist offensichtlich. Dafür spricht auch die Vehemenz, mit welcher die praktizierenden Livescope-Nutzer diese Technologie verteidigen und sich gegen ein Verbot aussprechen. Hierbei verwickeln sich diese auch in Widersprüche: Obwohl die Technologie nur von sehr wenigen Fischern zur Anwendung käme, würde die Attraktivität der Fischerei durch ein Verbot massiv sinken. «Wenn es erlaubt wäre, mit Handgranaten zu fischen­, würde dies auch gemacht», schreibt Leser Roland und macht damit einen etwas weit hergeholten Vergleich, um die grundsätzliche Frage nach den Grenzen des Erlaubten zu illustrieren. Diesbezüglich stellt sich die Frage nach ökologischen Konsequenzen und Kollateralschäden einer Fischereitechnik.


Fischereiliche Eigenverantwortung und Fangfenster

«Warum schützt man die grossen anscheinend wichtigen Tiere nicht einfach mit Fangfenster?», kommentiert Leser Marc die Umfrage, stellvertretend für mehrere ähnliche Kommentare. Und schliesslich ist der Fang von möglichst grossen Fischen naturgemäss auch häufig das erklärte Ziel von Fischern. Der Schutz der grossen Laichtiere kann und soll gemäss dieser Logik auch nicht über eine gesetzliche Steuerung der Fischereitechnologie erfolgen. Demgegenüber stehen wissenschaftliche Erkenntnisse und offensichtliche Fakten (siehe Fänge von «Live Sonar»-Nutzern in Social Media): Der technologische Sprung ist enorm und mit einer eingeübten und breit praktizierten «Live Sonar»-Technik ist es möglich, dass deutlich mehr Grossfische in einem See gefangen werden. Das ist für restriktiv urteilende Verwaltungen und Kommissionen ausschlaggebend. Es geht primär darum, dass sich mit der «Live Sonar»-Technologie eine Methode zunehmen etabliert, welche zu einem sehr einseitigen Befischungsdruck auf grosse Fische führt. Ein selektiver Fang hat nämlich biologische Konsequenzen: Grosse Laichtiere sind speziell wichtig für einen Bestand wegen ihrer hohen Eierzahl und (noch wichtiger) weil sie sehr gute Gene weitergeben. Hierzu gibt es Studien, die eindeutig belegen, dass man mit einer selektiven Entnahme der grössten Individuen einen Rückgang des Wachstums der gesamten betreffenden Fischpopulation herbeiführt. Das kann in niemandes Interesse sein. Schliesslich kommt noch das propagierte Fangfenster ins Spiel und das argumentative Eis der geübten Live-Sonar-Nutzer wird gefährlich dünn. Wären sie dann nicht fast die einzigen, die mit dieser Technik erst recht keinen kapitalen Fisch mehr anfischen dürften, da sie bereits vom Schiff aus abschätzen können, ob ein Fisch ins Fangfenster passt oder nicht? Ein gezieltes Befischen von geschonten (weil zu grossen) Fischen wäre dann schon mehr als grenzwertig. 


Unter Fischern

Die Diskussion wird emotional geführt, doch verglichen mit anderen Foren geht es auf der «Petri-Heil»-Webseite einigermassen gesittet zu und her. Und doch wird deutlich, dass anhand dieses Themas auch das grundsätzliche Verständnis der Fischerei zur Debatte steht. Das illustriert etwa der Kommentar von Eddie «(…) vergesst diese Technologie und kümmert Euch um Wetter, Wind und Wassertemperatur, DAS ist richtiges Fischen». 

Ein weiterer Aspekt kommt bei einer mittels effizienter Technologien breit praktizierten Catch&Release-Fischerei hinzu: Falls die grossen Räuber den Fang und das Zurücksetzen überleben, kann von einer Abstumpfung und einem Lerneffekt gegenüber künstlichen Ködern ausgegangen werden. Das wird ebenso von «pelagischen» Profis bestätigt. Wer auch künftig ohne Hightech den einen oder anderen richtig dicken Fisch fangen will, dürfte es deswegen immer schwerer haben. Eine gleichmässige Aufteilung von Fangergebnissen ist im Übrigen nicht selten auch ein Ziel des Fischereimanagements. Die restriktive Fischereikommission Vierwaldstättersee nimmt somit ihre gesamtheitliche Verantwortung wahr und vertritt nicht nur «wissenschaftliche» Interessen.

 

Verbot von «Live Sonar»?

Die Fischereikommission Vierwaldstättersee hat diesen Oktober ein Positionspapier veröffentlicht, wonach ein Verbot von sogenannten «Live Sonar»-Geräten zum Schutz der Grossfische angestrebt werden soll. Nun ist der Kanton Obwalden vorangegangen und verbietet den Einsatz dieser Geräte auf dem Sarnersee per 1.1.2023. Die Vorteile der neusten Echolot-Generation mit der «Livescope» Technologie sorgen für teils hitzige Diskussionen und werfen grundsätzliche Fragen auf. Was ist deine Meinung dazu? Mach mit bei unserer Umfrage!

 


Die fortschreitende Echolot-Technik macht es immer einfacher, Schwärme, Strukturen und einzelne (grosse) Fische zu lokalisieren und das Verhalten der Fische live mitzuverfolgen. Das wird besonders von IT-affinen Petrijüngern zunehmend genutzt, mit teilweise beeindruckendem Erfolg. Davon zeugen unzählige Beiträge von Meterhechten in den sozialen Medien. Die fast wöchentliche Zurschaustellung der Trophäenfänge mancher Grossfischjäger auf Facebook und Instagram geben daher viel zu reden und werden nicht nur positiv beurteilt. Die Sichtweisen widersprechen sich und immer wieder wird das Thema online dann auch gewohnt hitzig diskutiert. Ungeachtet dessen werden die Fischer, welche sich ein solches Highend-Gerät zulegen und ihre Fänge öffentlich machen, immer zahlreicher. Offensichtlich sieht nun die Fischereikommission des Vierwaldstättersees Handlungsbedarf und will die entsprechende Technologie für die Hobbyfischer verbieten: «Die Live Sonar-Technologie ermöglicht hochaufgelöste Echolotbilder von Fischen und Ködern. Damit können mit dem Blick auf den Monitor gezielt grosse Fische geködert und vermehrt gefangen werden. Die Technologie erfreut sich zunehmender Beliebtheit (…). Vielfach werden mehrere grosse Fische gefangen oder teilweise auch wieder freigelassen. Je nach Köder (Verangelung) und Fangtiefe (Druckunterschiede) können diese Fische aber verletzt werden. Mit dieser zielgerichteten Fangweise und dem Wiederfreilassen wird das Verbot von Catch&Release missachtet.»


Fangneid oder echte Sorge?

Die Diskussion über effiziente Fischereitechniken ist nicht neu. Als besonders fängig geltende (neue) Methoden und Köder werden seit jeher diskutiert und haben zu Verboten in verschiedenen Gewässern geführt. Beispiele dafür sind Lachseier, «Tirolerhölzl» oder die Anzahl Haken an einer Dropshot-Montage, ja selbst die Nymphe wird von Trockenfliegen-Fanatikern angefeindet. Es ist eine Tatsache, dass es besonders fängige Methoden gibt, die unter dem Strich mehr und auch grössere Fische bringen als andere. Auch die auf den Schweizer Seen fest etablierte Schleppfischerei mit einem Dutzend oder mehr Zügeln am Ober- oder Unterwasserhund ist offensichtlich besonders effizient und wird entsprechend immer wieder angefeindet. 

Das Muster der Diskussion ist dabei stets dasselbe: Die erfolgreichen Methoden werden als bestandesgefährdend angesehen und das Fischen mit diesen sei weder Kunst noch Herausforderung und mache die Fischerei als solche kaputt. Auf der anderen Seite wird die Argumentation ins Feld geführt, dass nebst handfestem Fangneid nichts als Spekulation zu hören sei, zweitens alles im Rahmen des Erlaubten laufe und schliesslich ja niemand gezwungen sei, so zu fischen und es überdies keineswegs kinderleicht sei, sondern viel Zeit und Können erfordere. Zudem werfen sich beide Seiten gerne vor, dass das Verhalten des jeweils anderen für den Zusammenhalt der Fischer schädlich sei und möglichen Feinden der Hobbyfischer in die Hände spielen würden, die an einem grundsätzlichen Fischereiverbot interessiert seien. 


Echolot-Verbot in den 1970er-Jahren

Bestrebungen für ein Echolot-Verbot sind nichts Neues. Bereits als die Echolot-Technologie in den 1970er-Jahren erstmals Einzug hielt, wurde sie vorübergehend verboten. Und wie sich «Petri-Heil»-Herausgeber Hansjörg Dietiker erinnert, war das bernisch-kantonale Fischereireglement zu jener Zeit ein dickes Buch voller Sonderregeln und Beschränkungen für alle erdenklichen Köder, Fische und Gewässer, weil überall Bestrebungen im Gange waren, besonders erfolgreichen Fischern, respektive deren Methoden Einhalt zu gebieten. Die daraufhin einsetzende Lockerung und Vereinfachung der Vorschriften hat rückblickend gezeigt, dass solche Beschränkungen oder Lockerungen für die langfristige Entwicklung der Fischbestände nicht relevant sind.


Das Beispiel mit der Jagd

Dass Selbstbeschränkungen nicht zwangsläufig zu grundsätzlicheren Verboten führen, zeigt unter anderem die Jagd. Dort sind die Regeln verbindlicher formuliert und ein technologisches Hochrüsten bringt keineswegs mehr Beute in kürzerer Zeit. Dass die Jagd in der Schweiz ein hohes Ansehen geniesst, liegt nicht zuletzt am besonnenen und betont nachhaltigen Auftreten der Jäger. Den Befürwortern eines Live-Sonar-Verbots ist daher ein Punkt nicht ganz abzusprechen: Der Umstand, dass mittels teurer und hochmoderner Technologie Fische lokalisiert, angefahren und gezielt geködert werden, um sie nach einem ausgiebigen Fototermin mit Vermessung aus ökologischen Gründen wieder zurückzusetzen, hat ein gewisses Skandalpotenzial. Aber das ist eigentlich immer so, wenn auf schwarze Schafe gezeigt wird. 

Was klar sein dürfte: Die Diskussion um die Live-Sonar-Technologie wird nicht die letzte ihrer Art sein. Es wird immer wieder Verbotsbestrebungen geben, sei dies aus echter ökologischer Sorge oder aus einem moralischen Überlegenheitsgefühl heraus und stets mit dem Verweis aufs Ansehen der Fischerei in der breiten Bevölkerung. 

Es bleibt also folgende Frage: Sollte sich jeder für seinen Fischereistil, entsprechend den persönlichen Zielen und Bedürfnissen, entscheiden können? Oder macht ein solches Verbot Sinn, da die Live-Sonar-Technologie in Kombination mit dem Herumzeigen der Fänge auf Social Media dem eigentlichen Sinn der Fischerei entgegenläuft?

 

23 Kommentare


Marc Eigensatz

24 | 11 | 2022

Guten Tag, es ist doch Grundsätzlich ein Witz! Warum schütz man die grossen anscheinend wichtigen Tiere nicht einfach mit Fangfenster?? Alles wird modernisiert, die Zeit läuft und dies ist nicht aufzuhalten. Das schlimme ist leider das die Gegner meist älteren Generationen angehören. Ich selber sehe zb. der Schleppfischerei auch skeptisch entgegen, dort ist es auch möglich selektiv grosse Tiere zu fangen und dies dann noch mit bis zu 16 Zügeln!!! Und alles was hängt wird heruntergeknüppelt und am besten noch in einem Restaurant abgegeben! Leider sind auch dies meist Fischer älterer Jahrgänge. Sowiso ist es speziell wie in der Schweiz der Kantöndligeist herrscht! Am Züsi darf man ja sogar die Hechte in der "Schonzeit" runterknüppeln!

Antworten an: Marc Eigensatz

Roland Gurtner

28 | 11 | 2022

Ich gehötre auch zu dieser "älteren Generation und nein Knüpple nicht alles nieder.
Ich beobachte Heute dass, mangelns Erfahrung, Ortskentniss und Kentnis über das Verhalten der Fische, viele Fischer nur noch
mit technischen Hilfsmitten Fische fangen können. Fairplay geht anders. Wenn es erlaubt wäre mit Handgranaten zu fischen, würde dies auch gemacht. Warum könnt Ihr dem Fisch keine reelle Chance mehr geben?
Damit es auch in naher Zukunft noch etwas zu fangen gibt, und leider nicht alle Fischer in der Lage sind, bei der Entnahme etwas Zurückhaltung zu üben, braucht es eben Gesetze und Verbote, die dem Fisch ein überleben ermöglichen.

Antworten an: Marc Eigensatz

Eduard Huber

28 | 12 | 2022

Grundsätzlich bin ich mit Dir Einverstanden, Marc, aber es sind nicht mehrheitlich die äteren Fischer ........
Meiner Meinung nach, könnte man alle Echolots , Live Sonar usw Verbieten ich bin ein Gegner solcher Geräte. Und auch das Schleppfischen mit X - Leinen würde mir keinen Spass machen und ist für mich keine Herausforderung. Vor allem aber ist es auch nicht Nachhaltig! Aber ja , die Zeit läuft und die Technik ist wohl nicht aufzuhalten. Aber die Fangzahlen drastisch nach unten drehen und die Fangmindestmasse drastisch nach oben, das würde gehen und wäre Nachhaltig ! Gruss E. H
Aber für mich wäre es sehr Wichtig


Janic Stebler

24 | 11 | 2022

Die Menge macht das Gift.
Und schlussendlich verliert alles was zu einfach ist nach einer gewissen Zeit seinen Reiz.
Spätestens wenn es nichts mehr spezielles ist, einen grossen Fisch zu fangen.
Zum Glück lernen die Fische auch dazu.
Dies führt dazu, dass gefangene, korrekt behandelte und gesunde Fische die wieder in ihr Habitat zurückgesetzt werden.
Nicht ein zweites mal anbeissen und somit „geimpft“ sind.
Gesunder Menschenverstand und Catch and Release gehen Hand in Hand.
Wer einen Fisch zu tief fängt, weiss was er tut. Sollte ein solcher einen solchen Fisch wieder freilassen, hat er denn Respekt vor sich selbst, seinem Hobby und vorallem einem wunderschönen Tier verloren.
Wer sollte schon freiwillig so Handeln? Nur um einen grossen Fisch der Kamera zu präsentieren?
Ich bin mir sicher, die wenigsten.


Wewa

25 | 11 | 2022

Wenn die Grossfische so wichtig sind, warum schützt man die nicht? Entnahmefenster für alle Fischarten und gut ist!
Wie viele angeln mit Boot? Wieviele haben Live Sonar? Diskussionen über solche Dinge sind Zeit Verschwendung. Angeln mit Live ist sehr spannend, und man kann den Fischen zuschauen wie sie nicht beissen^ ^Und das Video oben vom Live, das ist ein Werbe Video, ich habe noch nie solche Bilder Live gesehen. Ich angle mit oder Ohne Live genau gleich, entweder kommt was oder halt nicht


Adrian Enzler

28 | 11 | 2022

Solange die Berufsfischer alles entnehmen, in den Netzen oder in den Kisten verrecken lassen, keinen Fisch betäuben, geschweige denn einen Kiemenschnitt machen, finde ich solche Diskussionen müssig.

Antworten an: Adrian Enzler

Eduard Huber

28 | 12 | 2022

Da hast Du recht, aber gehen wir mit gutem Beispiel voran, denn steter Tropfen hökt den Stein!
Gruss E.H


Niklaus Meyer

28 | 11 | 2022

Bereits im Petri-Heil vom April diesen Jahres habe ich unsere Beobachtungen in Bezug auf LIVE SONAR geschildert. Dabei hatten wir mehrfach festgestellt, dass gewisse Bootsfischer dauernd auf den Bildschirm ihres Echolots starrten, anschlugen und über die Menge ihrer „gefangenen“ Felchen prahlten. In der Zwischenzeit mussten wir mehrere untermassige Fische mit blutigen Verletzungen entweder zurücksetzen oder mit dem Gnadentod von ihren Qualen befreien. Von den durch uns beobachteten LIVE SONAR-Anglern waren diese Fische vorgängig geschränzt worden.
Genau aus diesem Grund bin ich für ein striktes Verbot dieser „modernen“ Angeltechnik! Ich bin der Meinung, dass das Schränzen zu den nicht erlaubten, sogar verpönten Angeltechniken gehört.

Antworten an: Niklaus Meyer

Willi Jost

28 | 11 | 2022

Lieber Herr Meyer
Ich fische regelmässig auf dem Bielersee, wo praktisch jeder im Boot ein Echolot hat. Noch nie habe ich erkennen können, welcher Fischer welchen Typ Echolot einsetzt. Das Anschlagen ohne Biss ist eine grobe Unsitte, die von einigen Fischern praktiziert wird, die sich mehrheitlich kaum eine Live-Einrichtung für mehrere Tausend Franken leisten. Felchen, die ich oder meine Kollegen fangen, weisen in der Tat gelegentlich Verletzungen auf. Wie wär’s mit der Interpretation, dass diese von Prädatoren, Hechten oder Fischernetzen stammen. So nebenbei: Fischen Sie auf Egli mittels Jucker? Anyway, der Ursprung der Diskussion ist ja das gezielte Fischen auf grosse Exemplare.

Antworten an: Willi Jost

Chlöisu

06 | 01 | 2023

Bei unseren Fängen spreche ich nicht von aufgerissenen Fischleibern, sondern von Einzeleinstichen. Auf Egli angle ich mit Hegene oder Gummifisch mit Einzelhaken.
Gruss Chlöisu

Antworten an: Niklaus Meyer

Eduard Huber

28 | 12 | 2022

Genau meine Meinung , da gibts nichts weiter zu Sagen!
Gruss E.Huber


Scherer Christoph

28 | 11 | 2022

Bitte geht arbeiten und kauft euch den Scheiss und klebt euch nicht auf der Strasse fest vor dem Bootssteg! Lernt Angeln, lernt hegen und pflegen macht was für die Fische und nicht für die Polemiker (Politiker)! Und lasst die Technik walten und veraltern! ;-)
Max 50 Stück auf den Schweizer Seen im Einsatz und schon hat man schwarze Schafe!
Petri heil ;-)


Johny Vegas

29 | 11 | 2022

Ein richtig gutes Livescope kostet etwa 2000-5000Chf. Also hatt, nicht jeder Angler so etwas auf seinem Boot. Wenn Ihr die Fische sehen könnt, heisst das nicht das Ihr sie auch fangen könnt. FANGFENSTER GRÖSSE der Fische, wie auch Entnahme Beschränkung bringen mehr.


Ädu

30 | 11 | 2022

FangFenster würden eine solche künstliche Beamtenbeschäftigung überflüssig machen.


Otto

01 | 12 | 2022

Ich finde das man die Fische auch ohne solchen High tech fangen kann. Die Überraschung ist doch viel grösser wen dann ein richtiger Brocken am Angel hängt. Die Fische mit dem Köder suchen ist in meinem gedanke spannender als mit dem Modernen Zeug.

Antworten an: Otto

Eduard Huber

28 | 12 | 2022

Besser kann man es nicht Sagen! Bravo, das nenne ich Fischen. Gruss E. H


eddie

02 | 12 | 2022

geht doch gleich mit einer Unterwasser Kamera fischen!! Nein im Ernst .. WAS bitte macht das fischen aus:
Genau ..Der Ueberraschungseffekt !! Also vergesst diese Technologie und kümmert Euch um Wetter Wind und Wassertemperatur DAS ist richtiges Fischen .Es sind hier die gleichen gedankenlosen welche im Herbst noch lebendköder benutzen das sind auch k e i n e Fischer!

Antworten an: eddie

Martin

02 | 12 | 2022

Das sehe ich auch so. Wobei natürlich ein Echolot beim Finden von guten Stellen hilfreich sein kann, sei es nun wegen der Tiefe, Struktur, der Wassertemperatur oder der Bodenbeschaffenheit. Aber auch ich halte nichts davon beim Fischen permanent auf den Bildschirm zu glotzen. Von einem Fangfenster halte ich auch nichts. Besser das Schonmass hochsetzen, dass mehr Nachwuchs nachkommt und C & R erlauben.


Marvin

03 | 12 | 2022

Wenn ich hier die Kommentare lese, bezweifle ich stark, dass alle wissen was ein „Live-sonar“ ist. Ich bin wirklich viel auf verschiedenen Seen unterwegs, aber ein Live Sonar habe ich noch nicht oft gesehen. Die Dinger kosten gegen 6k und der Nutzen ist jetz nicht so gewaltig wie vermutlich viele meinen… So eine Ausrüstung gönnen sich nur die wenigsten Fischer.


Kurt Sommer

11 | 12 | 2022

Ich bin gegen das Fischen mit Echolot allgemein. Wer als Hobbyfischer Echolt benutzt hat keinen Instinkt fürs Fischen


Richard Zbinden

21 | 12 | 2022

Ich denke nur die wenigsten besitzen so ein Ding vom Preis her und der komplizierten Bedienung
Also hört auf mit dem Neid denn das bringt nur neue Verbote und Vorschriften


Sieber Stefan

28 | 12 | 2022

Ich denke das verwenden professioneller Live-Sonar-Technologie im Hobby-Bereich der Fischerei ist das Anfang vom Ende einer Jahunderte alten Passion in der Gewässerkenntnis, Natur-Beobachtung, die Kenntnis um das saisonale Verhalten von Fischarten, das Beobachten von Wetterlagen, Windrichtungen und Wassertemperaturen und vieles mehr ein Mosaik zu einem Bild zusammen gefügt hat und nebst auch Glück schlussend den Fangerfolg gebracht hat. Heute ist das nicht anders, doch die Live-Sonar-Fischer hebeln seit kurzem diese natürliche, für jedermann und jederfrau und Kinder erlangbare Möglichkeiten aus. Diese Live-Sonar-Fischer verstoßen m. E. wegen dem meis praktizierten C&R nicht nur gegen Gesetze sondern auch gegen ethisches Gesetz der Hobbyfischerei. Ich kann mir einach nicht vorstellen, dass das meist explizit durchgeführte Befischen von kapitalen Fischen unseren Fischbeständen gut tut. Von dem eitlen zur Schaustellung dieser Kapitalen Fischen in den internet Medien, ganz zu schweigen. Für mich sind das keine Helden und auch keine gute Wahl für die Angelindustrie als Aushängeschilder.
Ich bin mir fast sicher, würde man das Hobbyfischen mit diesen Live-Sonar-Geräten verbieten, kämen einige dieser sog. Internet Fischer Heros schnell unter Zugzwang, gute Fische regelmässig fangen und im Internet zur Schau stellen zu können.
Tight-Lines, Steve


Marco

04 | 01 | 2023

Warum wird das Livescope so genutzt wie es genutzt wird? Genau wir Menschen müssen uns beweisen wer denn dicksten und denn längsten hat und das ist der beweis ansonsten gäbe es das gar nicht weil es keinen Sinn dazu gibt ausser man möchte nur noch sich von selbst gefangenen Fisch ernähren.


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