Daniel Jositsch nominiert
26 | 03 | 2024 SchweizText: Kurt Bischof | Nils Anderson 4798
26 | 03 | 2024 Schweiz
Text: Kurt Bischof | Nils Anderson 4 798

Daniel Jositsch nominiert

Der national bekannte Ständerat Daniel Jositsch soll neuer Zentralpräsident des Schweizerischen Fischerei-Verbands SFV werden.


Die Meldung hat überrascht und gibt Grund zur Vorfreude: Der Zürcher Ständerat Daniel Jositsch ist bereit, das Zentralpräsidium des Schweizerischen Fischerei-Verbands SFV zu übernehmen. Zufrieden über seinen potentiellen Nachfolger zeigt sich auch Roberto Zanetti: «Wir sind sehr glücklich, dass sich für das Zentralpräsidium des Schweizerischen Fischerei-Verbands mit Daniel Jositsch eine anerkannte und profilierte Persönlichkeit zur Verfügung stellt», sagt der aktuelle Amtsinhaber. «Der Einsatz für lebendige Gewässer, gesunde Fischbestände und eine faire Fischerei ist heute in weiten Teilen eine politische Aufgabe». Für die Schlagkraft eines Verbands sei ein Mitglied des Bundesparlaments von Vorteil. «Mit Daniel Jositsch würde der SFV eine Persönlichkeit an der Spitze erhalten, die mit der politischen Mechanik bestens vertraut, gestaltungs- und überzeugungsstark und hervorragend vernetzt ist.»  


«Unverkrampft nutzen»

Daniel Jositsch ist zweifellos einer der erfahrensten und anerkanntesten Politiker unter der Bundeshauskuppel. Der Professor für Strafrecht an der Universität Zürich sitzt als Vertreter der SP seit 2007 im Parlament. Zuerst als Nationalrat und seit 2015 als Ständerat des Kantons Zürich. Verbandserfahrungen hat Jositsch als Präsident des Kaufmännischen Verbands. Was weniger bekannt ist: Jositsch hat ein grosses Herz für die Natur und die Tiere. Auch der Zürcher Kantonalverbands-Präsident Sacha Maggi bestätigt den Einsatz Jositschs für die Interessen der Fischerei und ist entsprechend zuversichtlich.

Daniel Jositsch seinerseits würde sich freuen, wenn ihn die Delegiertenversammlung am 29. Juni 2024 zum Nachfolger von Roberto Zanetti wählt. Er sei topmotiviert und sagt gegenüber der Schweizerischen Fischerei-Zeitung: «Ich setze mich seit vielen Jahren für einen pragmatischen Tierschutz ein, der einerseits dem Schutz der Tiere und der Bewahrung ihres natürlichen Lebensraums dient, andererseits aber einen unverkrampften Zugang zur Nutzung der Tiere vertritt.» Die Fischerei schätze er, weil sie «gleichzeitig eine der grundlegenden Nutzungsformen von Tieren ist, andererseits aber auch Sport, Ausgleich und Teil unseres kulturellen Erbes.» Und, mit Augenzwinkern fügt er an: «Was gibt es Besseres als ein gutes Fischmenu?»

 Daniel Jositsch (links) soll die Nachfolge von Roberto Zanetti antreten.

Daniel Jositsch (links) soll die Nachfolge von Roberto Zanetti antreten.

4 Kommentare


Dani

05 | 04 | 2024

Ja was bin ich da froh! Ein wahrer Glücksfall! Jetzt wird die systematische Ausrottung der Insekten, Vögel und Fische und die Zerstörung deren Lebensräume endlich gestoppt! Jositsch wird seine Partei bestimmt überzeugen, von der angestrebten 10Mio Schweiz abzusehen. Oder vom EU Beitritt.. Wo übelste Pestizide jedesmal weiter zugelassen werden. Nur, hat der Gute denn auch mal selbst gefischt? Ich meine nach Fischen, nicht nach Pöstchen, Ämtchen und Pfründen..?

Antworten an: Dani

POtz

05 | 04 | 2024

Herr Dani! Denke nicht das die SP die 10 mio bewusst anstrebt.
Aber sicher bewusst führt Die SP , Die Grüne und alle Umweltschutzverbände,einen Kampf für Naturschutz!! Die SVP so gut wie NIE! Das ist Fakt und ist fest Dokumentiert. Davon kann sich jeder (wenn Fischer/in will) selbst überzeugen. Nachzulesen in diversen Veröffentlichten Abstimmungergebnisse der letzten Jahre welche im Parlament bzw Bundeshaus abgehalten wurden. Darum ist es für mich unbegreiflich das es Fischer gibt, welche die SVP bevorzugen und gleichzeitig immer am „jömmerlen“ (zurecht!) sind das es immer schlechter wird mit den Gewässern! Kaum hören diese dann noch etwas von Umweltschützer oder Grün, kann man mit diesen Zeitgenossen (Fischer/in) eh nicht mehr gscheit diskutieren. Eigentlich nur Traurig das leider immer noch zuviele Fischer eine derartige Einstellung zum gesamtheitlichen („ und nit nu mis Gärtli“) Umweltschutz haben. Fakt ist, dass ohne unsere Umweltschutzorganisationen die Situation noch bedeutend Schlechter wäre als sie zurzeit eh schon ist. Und ich meine nicht nur „mis Gärtli“ dem Gewässer. Nein die gesamte Situation der Flora&Fauna. Wir Fischer sollten mal endlich aufhören gegenüber diesen Organisationen so skeptisch zu sein. Für mich persönlich ist klar ich werde mich weiterhin mit diesen Organisationen für das „ganze“ Einsetzen und Kämpfen!
Die bevorstehende Abstimmung Biodiversität Initiative ist enorm wichtig und sollte von jedem Fischer/in tatkräftig unterstützt werden, ansonsten hat man das „ganze Jetzige Schlamassel“ noch nicht ganz erkannt. Es ist wirklich Zeit zum Handeln!
Ich finde es sehr gut das Herr Jositsch dieses Amt übernehmen wird.
Wünsche Herr Jositsch alles gute und hoffentlich gute Politische-Erfolge für unsere Natur!

Antworten an: POtz

Dani

07 | 04 | 2024

Herr POtz!

Wenn Sie glauben, dass die 10Mio Schweiz nicht absichtlich angestrebt wird, dann ist das Ihr Malheur. Und es ist nicht Rechts oder Links, es ist die Wirtschaft die ihren Lobbyisten und Helfershelfer in Bern sagt wohins geht. Dass die SVP in bald dreissig Jahren nicht erkannt hat, dass ihren konservativen Wählern sehr wohl auch die Natur am Herzen liegt. macht sie ebenso unglaubwürdig. Es ist keine Partei mehr Es muss schön sein zu glauben, dass sich irgendwo, irgendwann mal irgendetwas zum Guten wenden wird. Aber tatsächlich liegt die Natur im Fauna im Sterben. Es sieht alles ganz nett aus, aber im Mittelland ist das katastrophale Artensterben weit fortgeschritten.


Dani

07 | 04 | 2024

Herr POtz!

Ihr Enthusiasmus ehrt Sie! Aber leider ist das Meiste Traumtänzerei.. In Bern bröselt "Die Wirtschaft" über Lobbyisten durch, wohin die Reise geht. Da findet sich leider schon lange kein gesunder Menschenverstand mehr.

Und um die Bevölkerung ist es kaum besser bestellt. Wir hatten die Chance über ein landesweites Pestizidverbot abzustimmen..

Und ich glaube, Sie tun uns Fischern "tendenziell" unrecht. Wir sitzen oder stehen am Wasser, sehen an den schönsten Ufern die Zigistummel und all den anderen Müll der überall hängt und herum liegt, und machen uns durchaus so ein Bischen unsere Gedanken. Wir sehen woher das kommt, wir ahnen wohin das führt und wir wissen, dass sich nichts mehr zum Guten wenden wird. Ob Links oder Rechts, es ist alles die Gleiche Sauce. Es ist gar nichts mehr wählbar. Die letzten paar Jahre haben es ausdrücklich gezeigt, wie da wie durch Zauberhand die Fäden gezogen werden.. Es wird einfach drüber gefahren.

Ich beneide Sie richtiggehend um Ihren Optimismus, um nicht zu sagen Leichtsinn. Lassen Sie sich den nur nicht nehmen, schon gar nicht von mir! Auch ich engagiere mich trotz allem immer wieder. Aber ich fürchte auch Sie werden noch erkennen, dass kaum noch Etwas das ist, wonach es aussieht und dass die Dynamik der Maschinerie nicht aufzuhalten ist.

Darum ist es schnurzpiepegal wer auf dem Stühlchen vom Fischereiverband sitzt. Einzig schön wärs gewesen, würde der Knilch wenigstens auch selber ab und an am Wasser sitzen und Fischen, der ganzen Fauna nachweinen und vor dem Gehen noch bischen fremden Plastik, Dosen und Zigistummel zusammenklauben, mitnehmen und entsorgen. Nur so der Glaubwürdigkeit halber, Sie verstehen Herr POtz..

Wir Fischer könnten zwar selber durchaus eine sehr mächtige Lobby darstellen, aber das wird auch nicht passieren.. Weil wir von vornherein wissen, wären wir politisch aktiv und würden uns zu Wort melden und uns gegen die vorgegebene, proklamierte Marschrichtung stellen(!), wir würden vom Mainstream sofort als alles Mögliche und Unmögliche diffamiert, abgestempelt und verunmöglicht werden.
Ergo sitzen oder stehen wir lieber nur ruhig am Wasser.. Vermissen die Forellen und Äschen die mal zu Abertausenden in unseren Gewässern schwammen und sprangen.. Und schauen desillusioniert zu wie alles den Bach runter geht..

Und ein SP Politiker der eigentlich Bundesrat hätte werden wollen, uns beehrt, indem er, nebst etlichen anderen Präsidialämtern nun auch noch den Fischereiverbandspräsident machen würde, obgleich er Forellen nur in blau vom Fünfsterne Koch kennt, der braucht sich um Spott nicht zu sorgen.. Und den hab ich, einfach nur "dä Dani", oben kurz eingeworfen.

Und obwohl ich schon von Klein auf liebend gerne Angle..nun ja seit paar Jahren nicht mehr so erbaut wegen den Zuständen, hab ich vom Fischereiverband noch nie irgendetwas Konkretes, Produktives gesehen, geschweige denn vernommen, das einen Unterschied machen würde. War ja schon ein ziemliches Wunder, dass er sich damals ganz scheu und leise auch noch fürs Pestizidverbot ausgeflüstert hat.. Tangiert mich also auch nicht mal periphär.. Petri


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