Bergseefischen mit der Nymphe
28 | 07 | 2017 ReisenText & Fotos: Nils Anderson 0329
28 | 07 | 2017 Reisen
Text & Fotos: Nils Anderson 0 329

Bergseefischen mit der Nymphe

Es ist stets ein gutes Zeichen, wenn es einem vor Schönheit die Sprache verschlägt. Wo die Natur für eine der eindrücklichsten Berg-Kulissen gesorgt hat, wollen auch die Saiblinge nicht mit ihrer Schönheit zurückhalten.

Wer am Hintersee oberhalb Mittersill im Salzburgischen angekommen ist, staunt zuerst mal ob dem Panorama. Diese Hänge sind auch für gewohnte Bergbetrachter eine Augenweide. Kaum am Wasser, vernehmen wir ein anhaltendes Donnern und tiefes Grollen, doch ist kein Gewitter in Sicht. Es sind kleine Eis- und Schneelawinen, die in den Couloirs ganz hinten im Talkessel herab­rauschen. Den ganzen Nachmittag über begleitet uns dieses Grollen und flösst Respekt ein, schliesslich sind wir nicht allzu weit entfernt.


Plötzliche Beissphasen

Das Wasser ist glasklar und gleich beim Ufer, ab einer Wassertiefe von einem knappen Meter, beginnen dichte Krautbänke, dahinter verlieren sich die Konturen im Türkisblau des Bergseewassers. Schnell sind die ersten Saiblinge ausgemacht, es sind keine grossen Tiere, kaum einer übertrifft die 25-Zentimeter-Marke. Nach einer kurzen Experimentierphase bringen mittlere Goldkopf-Nymphenmodelle den ersten Erfolg. Ein erster kämpferischer Saibling findet den Weg in den Feumer und wird schonend zurückgesetzt. Wie wir dem Ufer entlang gehen, finden wir überall Trupps von Saiblingen. Ihre Aktivität ist in deutliche Intervalle unterteilt. Brennende Neugier für alle möglichen Nymphenmodelle wechselt mit plötzlichem Desinteresse.


Grössere Fische in der Tiefe des Sees

Nach gut zwei Stunden haben etliche kleinere und mittlere Saiblinge den Weg in den Feumer gefunden oder wurden schon unter Wasser vom Haken befreit. Der zuweilen recht kräftige Wind ermöglichte an diesem Tag nur das Fischen von der einen Seite. Zurück im Tal studieren wir noch den extra mitgeführten Gewässerbeschrieb. Seeforellen, Äschen und auch grössere Saiblinge warten in den tieferen Regionen des Sees, heisst es da. Der Hintersee darf übrigens nur mit der Fliegenrute befischt werden. Wir kommen wieder...

 Saibling im Drill an der 6er-Rute: Am Hintersee darf nur mit der Fliegenrute gefischt werden.

Saibling im Drill an der 6er-Rute: Am Hintersee darf nur mit der Fliegenrute gefischt werden.

 Was den Saiblingen in den Bergseen an Grösse mangelt, machen sie durch ihr kämpferisches Temperament wett.

Was den Saiblingen in den Bergseen an Grösse mangelt, machen sie durch ihr kämpferisches Temperament wett.

 Die Hintersee-Saiblinge sind ausnehmend schöne Fische.

Die Hintersee-Saiblinge sind ausnehmend schöne Fische.

 Alleine auf schöner Flur: Am Hintersee findet man trotz ansprechendem Fischbestand selten mehr als eine Handvoll Fischer.

Alleine auf schöner Flur: Am Hintersee findet man trotz ansprechendem Fischbestand selten mehr als eine Handvoll Fischer.

 Fischen wie am Ende der Welt: Der Hintersee oberhalb Mittersill bietet ein Panorama der Extraklasse.

Fischen wie am Ende der Welt: Der Hintersee oberhalb Mittersill bietet ein Panorama der Extraklasse.


Fischen am Hintersee

Der Hintersee südlich von Mittersill gehört zum Pachtrevier des Hotels Bräurup der Familie Gassner. Er darf nur mit der Fliegenrute befischt werden. Die Tageskarte für das grosse Fischerrevier ist für 35.– € im Hotel erhältlich. Weitere Informationen und interessante Angebote sind unter www.petri-heil.ch/fischerhotels zu finden.

 

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