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Fischen Schweiz

Die Bodenseeforelle hat profitiert

Wir begreifen noch längst nicht alles, was unter der immensen Wasserfläche des Bodensees geschieht. Einen wertvollen Beitrag zum besseren Verständnis des riesigen Gewässers liefert die Fischereiforschungsstelle Langenargen, wo der Autor dieses Artikels arbeitet.

Die Felchen haben nach der starken Nährstoffreduktion den Kretzer (Egli) als Brotfisch der Bodenseefischer wieder abgelöst.

Das Einzugsgebiet des Bodensees umfasst rund 11 000 km2, wichtigster Zufluss ist der Alpenrhein. Das Volumen des Bodensees beträgt fast 50 Kubikkilometer. Dieses Wasser versorgt mehrere Millionen Menschen in der Schweiz, Österreich und Deutschland.

Die Bodenseeforelle hat profitiert von der Sanierung und intensiver Unterstützung durch Bewirtschaftung und Lebensraumverbesserung.

Die Bodensee-Fischerei kennenlernen Dieser Beitrag stammt aus dem Buch «100 Jahre Internationaler Bodensee-Fischereiverband», das 2009 erschienen ist. Das vielfältige und fundierte Portrait des grössten Sees im deutschen Sprachraum ist noch in letzten Exemplaren erhältlich beim Internationalen Bodensee-Fischereiverband, Geschäftsstelle, Jürgen Jänicke, Schiffstrasse 8, D-78464 Konstanz oder jaen@gmx.net.

Der Bodensee ist wieder sauber. Dass sich deshalb die Fischbestände verändern, ist den Fischern nicht verborgen geblieben. Kretzer und Weissfische gibt es weniger und die Fische wachsen schlechter. Felchen, Seeforellen und Saiblinge hingegen gibt es...

 

Vom Parade- zum Problemgewässer

Über das Fischsterben im Doubs haben wir in unserer letzten Ausgabe berichtet. Die Behörden haben keine Beweise gefunden, aber eine Theorie.

 

Beliebte Bielersee-Brachsmen

Ein Brachsmenfischer watet durch den ausgedehnten Flachwasserbereich am Täuffeler Ufer hinaus, um seine Grundmontage im tieferen Wasser zu platzieren.

Jungfischer Michael Mathys mit dem grössten Fang des Brachsmen-Fischens. Er wog rund sechs Pfund. Fast 50 Jung- und Neufischer haben 2009 den SaNa-Nachweis oder das Schweizer Sportfischer Brevet im Einsteiger-Kurs des FV Täuffelen erworben.

Thomas Hofer fängt auf den Wurm am Grund diese 5,5 Pfund schwere Prachtsschleie.

Die Täuffeler Fischerinnen und Fischer sind nicht nur «Schweizermeister» im Brachsmen fangen, sondern auch bei der Verwertung der andernorts ungeliebten Weissfische. Wale Morgenthaler hat den FV Täuffelen bei seinem jährlichen Brachsmen-Fischen...

 

Gelbe Karte gerechtfertigt

Kaktus des Monats für das Schweizer Fernsehen.

In der letzten Ausgabe (Nr. 7-8/2010) haben wir an dieser Stelle Andreas Moser die gelbe Karte gezeigt für seine «tendenziöse, mit Halb- und Unwahrheiten gespickte Kormoran-Sendung (Netz-Natur) im Mai». Diese Sendung mit dem anzüglichen Titel «Viel...

 

Jakob Walter - 30 Jahre «auf den Rhein geschaut»

Für fast dreissig Jahre war die idyllisch gelegene Kantonale Fischbrutanstalt Neuhausen das Domizil von Jakob Walter, er lebte in der Dienstwohnung im oberen Stock.

Dr. Jakob Walter vor «seiner» Fischbrutanstalt am Hochrhein bei Neuhausen. Hier hat er in den vergangenen dreissig Jahren zig Millionen Jungfische aufgezogen und sich intensiv mit dem ertragreichsten Äschenfluss Europas auseinandergesetzt.

Dr. Jakob Walter, Kantonaler Schaffhauser Fischereiaufseher, wie ihn viele kennengelernt haben: engagiert, humorvoll und geistreich im Gespräch und immer inkl. Zigarette.

Der Stabwechsel erfolgt am 1. November: Patrick Wasem ist ein fachlich kompletter Nachfolger: Neben einer abgeschlossenen Ausbildung als Fischwirt und See- und Flussfischer in Starnberg, ist er seit Jahren aktiv in der Bewirtschaftung tätig, zudem besitzt er das Schaffhauser Jagdpatent.

Jakob Walter ist ein Glückspilz: Er arbeitet in der wohl schönsten Fischbrutanstalt der Schweiz und er hat sich die Freude an seinem Beruf bis zu seiner Pensionierung erhalten. «Petri-Heil» besuchte ihn in Neuhausen.

 

Am Ende der Emme

Ruedi Schmid befischt «seine» Solothurner Emme, hier einige hundert Meter oberhalb der Mündung in die Aare, am liebsten mit der Fliegenrute. Die Fangchancen sind vielfältig.

Mit der Nymphe fängt man prächtige Barben.

Die natürlichen «Schnellen» unterhalb Derendingen sind ein Fischmagnet.

Dieser kapitale Emme-Alet von Ruedi Schmid misst über 60 cm.

Oberhalb Derendingen findet man auch natürlich anmutende Abschnitte. Leider beeinträchtigt Wassermangel die schöne Strecke.

Das kurze letzte Emme-Stück gehört seit 2009 zum neu geschaffenen Solothurner Kantonalpatent.

Die Emme im bernischen Emmental kennt man weitherum – weniger bekannt sind die letzten sechs Kilometer im Kanton Solothurn. Aber gerade hier vor der Mündung in die Aare, dem Emmenspitz, bietet das Gewässer eine grosse Artenvielfalt für vielseitige...

 

Viel beachtete Lachs-Aktion im Aargau

Freude und fürsorgliche Gefühle bei den Drittklässlern aus Zeiningen, die den Möhlinbach unweit ihres Schulzimmers mit Junglachsen besetzen.

Der Lachs «zieht», zumindest als Galionsfigur für den Gewässerschutz. Bis er auch wieder aus eigener Kraft in Schweizer Flüsse und Bäche ziehen wird, braucht es aber noch viel mehr Anstrengungen. Der WWF versucht den politischen Willen dafür mit...

 

Ganz oben im Oberengadin

Das Oberengadin bietet sportlichen Petrijüngern einige der schönsten Bergseen der Schweiz, hier der Lej dal Rosatsch auf 2823 Meter über dem Meeresspiegel.

Namaycush im Drill: Im Oberengadin lässt sich das an einigen Bergseen erleben.

Am Lej Muragl. Für Jungfischer ist eine Bergsee-Expedition – vielleicht sogar mit Biwak – ein unvergessliches Erlebnis.

Unser Bündner Bergsee-Spezialist Beat Schlegel schwärmt von den Oberengadiner Seen, allerdings nicht von jenen «im Tal unten». Ihn zieht es unwiderstehlich über die Baumgrenze.

 

Angst am Doubs

Die vielen stark verpilzten und verendeten Salmoniden im jurassischen Doubs machen den Fischern Angst. Bisher gibt es noch keine abschliessende Erklärung für den Tod von einigen tausend Äschen und Forellen.

Die Idylle trügt: Im Doubs spielt sich zurzeit ein Fisch-Drama ab.

Unser Leser Michel Baumann aus Aesch ist einer von mehreren Augenzeugen, die sich entsetzt bei der Redaktion gemeldet haben: «Seit meiner Kindheit fische ich am Doubs und habe einiges erlebt, aber was ich Anfang Juni am Bach vorfand, kann ich fast...

 

Radio sucht: Engadiner-Fischerkönig

© Petri-Heil

© Petri-Heil

© Petri-Heil

Radio Engiadina sucht während der Fischerei-Saison vom 01. Mai bis 15. September den Fischerkönig 2010 und vergibt Preise im Wert von CHF 2'000.-.

 

Der «Neue» bei «Petri-Heil»

Lukas fischt mit Vorliebe mit der Fliege an Bächen und Flüssen auf Forellen und Äschen.

Dank seiner Abenteuerlust hat Lukas schon viele schöne Gewässer auf fast dem gesamten Globus befischt. Hier drillt er eine Äsche an einem Seeauslauf in Norwegen.

Der kleine Lukas war begeistert vom Fischen bis in die Haarspitzen.

Seinen Aufenthalt in Norddeutschland hat der neue «Petri-Heil»-Mann genutzt, um seinen Horizont zu erweitern.

Seit Anfang März verstärkt Lukas Bammatter das «Petri-Heil»-Team. Es ist also höchste Zeit den leidenschaftlichen Fischer, ausgebildeten Fischbiologen und journalistischen Quereinsteiger vorzustellen.

 

Das Schaffhauser Fischerjahr 2009

Hoffentlich geht nicht alles den Bach runter: Der Hochrhein und sein aussergewöhnlicher Äschenbestand sind bedroht von der Klimaerwärmung.

Das schöne Bild von Jungfischer-Obmann Sämi Gründler zeigt eine der rar gewordenen Rhein-Forellen.

Sein Flächenanteil an der Schweiz mag klein sein, dennoch beherbergt der Kanton Schaffhausen die grösste Äschenpopulation der Schweiz und sorgt mit bewundernswürdigem Aufwand für ihren Erhalt. Trotz beunruhigender Rahmenbedingungen.

 

Im Bann der Wasserkraft

Gewässer, Fische und Fischerei im grössten Schweizer Kanton leiden spürbar unter der intensiven Stromproduktion. Trotzdem weist die Fangstatistik mit über 100 000 Forellen und fast 40 000 Saiblingen Graubünden als einen der wichtigsten Salmoniden-Lebensräume der Schweiz aus.

In den Bündner Seen war 2009 der Seesaibling wieder die meist erbeutete Art. Stark zugenommen hat der Ertrag im Lago di Poschiavo. Die fischereiliche Zukunft dieses Sees ist allerdings durch das gewaltige Pumpspeicher- Projekt (siehe Heft) gefährdet.

Erfolgreiches Fliegenfischen: Der Äschenertrag des Inns erreichte 2009 fast 5000 Stück und in den Oberengadiner Talseen wurden weitere 1222 Exemplare erbeutet. In der Schweiz ist nur der Hochrhein produktiver.

Der Bericht zur Fangstatistik des Bündner Amts für Jagd und Fischerei – wohl der ausführlichste und interessanteste in der Schweiz – zeigt quer durch alle Tabellen und Grafiken wie stark Gewässer, Fische und Fischerei in einem Alpenkanton von den...

 

Lütschine in Gefahr (und viele Bäche mehr!)

Die beiden Lütschinen, hier beim Zusammenfluss, sind Seeforellenlaichgewässer von überregionaler Bedeutung und gehören zu den letzten grösseren Berner Fliessgewässern, die noch nicht vom Kraftwerksbau beeinträchtigt wurden.

Diese topaktuelle Karte des WWF Schweiz zeigt die schockierende Realität: An über 400 Stellen in sämtlichen 26 Kantonen werden Kraftwerke geplant. Ein jedes verursacht ökologischen Schaden, der sich zu unseren Lebzeiten nicht mehr kompensieren lässt.

Betrübliche Post aus dem Berner Oberland: Auch die wunderschöne und bisher fischreiche Lütschine soll als Folge des vom Bund subventionierten Kleinkraftwerksbooms zur Erzeugung «nachhaltiger» Energie herhalten. Kenner des Gewässers, darunter...

 

Sternstunde an der Murg!

Franz Schneider und die 67 cm lange Kannibalin, die er am 0,14er-Faden landen konnte. Sie wog exakt sechs Pfund. Sein Kommentar: «Das ist sicher nicht die einzige Grosse in unserem Revier!»

Besser als Fischerlatein: Beim Ausnehmen des Fischs kam die kleine, 22 cm lange Bachforelle mit der Nymphe im Maul wieder zum Vorschein, das können mehrere Zeugen bestätigen.

Das Pachtrevier Murg 5 fliesst von der Dorfbrücke Matzingen bis zum Königswuhr oberhalb Frauenfeld und umfasst auch alle Seitenkanäle, die mit diesem Abschnitt in Verbindung stehen, darunter diesen Kraftwerkskanal.

Franz Schneider an der Fangstelle.

Manchmal übertrifft ein Erlebnis am Wasser jedes Fischerlatein. Von so einer unglaublichen Begebenheit erzählt Franz Schneider aus Frauenfeld, seit 25 Jahren «Petri-Heil»-Abonnent und sonst nicht bekannt als «Geschichtenerzähler».

 

Verstärkung

«Petri-Heil»-Sextett: Lukas Bammatter (Redaktion), Hansjörg Dietiker (Herausgeber), Daniel Luther (Redaktion), Henning Stilke (Praxis), Gaby Wolf (Anzeigen), Toni Zulauf (Online).

«Petri-Heil» ist auf Erfolgskurs mit einem Zuwachs an Lesern, trotz rückläufigen Fischer- und Fangzahlen. Auch das Anzeigenvolumen blieb sogar in der Finanzkrise stabil.

 

News für Fischer

  03.09.2010: Zürichsee-Hecht, 30 Pfund, 130 cm

  30.08.2010: Anforderungen an eine Wasserstrategie

  30.08.2010: Fängige Salami-Taktik

  25.08.2010: Schweizer Fischkonsum auf Rekordniveau

  24.08.2010: Der Wohlensee verlandet

  24.08.2010: Wieder Gülle-Alarm in Luzern

 
Tucanare, Peacockbass, Agua Boa Lodge, Amazonas
 

 
 
 

Ausgabe September 2010

 

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Kapitaler Fang

Zugersee-Seeforelle
21,5 Pfund, 101 cm

 

 

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