21.12.09 | Ein erstes Signal für den Rückzug der Initiative gab Basis der Angelfischer an der Delegiertenversammlung im Spätherbst. Grossmehrheitlich votierte die DV für den Rückzug der Initiative, falls der – überzeugende – Gegenvorschlag in der Schlussabstimmung des Parlaments durchkommen würde. Dies ist am 11. Dezember 2009 mit der Annahme des Bundesgesetztes über den Schutz der Gewässer passiert. Der Nationalrat hat dieses Gesetz mit 126 zu 63 Stimmen genehmigt, im Ständerat gab es keine einzige Gegenstimme. Es bleibt nur noch ein letzter Vorbehalt: Der formelle Rückzug erfolgt erst, wenn die Referendumsfrist der Gesetzesänderung unbenützt abgelaufen ist.
Der Gegenvorschlag ist - sehr - konkret
„Die Initiative war bitter nötig“, betont SFV-Zentralspräsident Roland Seiler, „denn ohne den Druck der Initiative wären wir nicht zu einem ausgzeichneten Gegenvorschlag gekommen, der die meisten Anliegen aufnimmt.“ Die über 160'000 Unterschriften und die erzielten politischen Erfolge zeigen, dass der Schweizerische Fischerei-Verband referendums- und initiativfähig ist.“ Deshalb konnte und wollte das Parlament die Anliegen, die von einer breiten Bevölkerung gestützt werden, nicht einfach unter den Tisch wischen.“
Der Kampf geht weiter
Der Gegenvorschlag zur Initiative „Lebendiges Wasser“ beinhaltet:
- Die Kantone werden per Gesetz verpflichtet, den Gewässerraum festzulegen und die Revitalisierung zu fördern.
- Der Bund hat an die Revitalisierungen der Kantone Beiträge zu leisten.
- Die Kraftwerke müssen die Schwall-Sunk-Probleme und den Geschiebehaushalt sanieren und die Fischgängigkeit der Gewässer wieder herstellen. Dafür erhalten sie Beiträge von swissgrid.
- Der Gegenvorschlag ermöglicht erleichterten Erwerb von Landwirtschaftsland und neue Ausnahmen bei den Restwasservorschriften.
Der Schweizerische Fischerei-Verband und die Kantonalverbände werden alles daran setzen, damit das Gewässerschutzgesetz in den Kantonen umgesetzt wird.
1 KOMMENTARE
Die schwarze Pest
Die schwarze Pest hat leider das 2009 überstanden,
am Bodensee sich ein paar Protestler einfanden:
Es ist ein Jammer und jammerschade,
denn noch immer grassiert beim schönen Gestade
ungehindert und grausam die Schwarze Pest,
gar manchem Prachtsfisch gibt das noch den Rest.
Ein stereotypes Bild von Teufels Walten:
Kormorane werden höher als Menschen gehalten:
Dabei werden dem Volke die Fische gestohlen,
gesagt sei es frei und unverhohlen:
wer solche Diebe noch will schützen,
der sollte längstens im Knaste sitzen,
oder die Kormorane füttern aus der eigenen „Tasche“ –
der Kormoranwahn würde bald - zu Asche!
HO
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