02.02.10 | Zum öffentlichen Gerichtstermin erschienen über 70 Personen, vor allem Fischer, aber auch etliche Journalisten und das Schweizer Fernsehen. Eines der Hauptargumente in der Anklageschrift war die Drilldauer. Der Ankläger ging davon aus, dass der Drill für den Fisch extremen Stress, Leiden und Qual bedeutet. Goetschel nannte 30 bis 60 Sekunden eine maximal zulässige Drilldauer und erklärte, der Angeklagte hätte den Fisch rechzeitig abschneiden müssen, um ihm die unzumutbar lange Qual zu ersparen.
Das Gericht entschied nach einem ausschweifenden, zitatenreichen Plädoyer von Tieranwalt Antoine Goetschel und einer viel kürzeren, aber fundierten Gegenrede von Verteidiger Andreas Fäh vollumfänglich auf Freispruch. Auch die Gerichts- und Verfahrenskosten gehen zu Lasten der unausgegorenen Anklage. Aber damit werden sich die Tierschutz-Extremisten nicht zufrieden geben. Die nächsten Angriffe auf die Fischerei sind nur eine Frage der Zeit.
Autor: dal
21 KOMMENTARE
Unsere einst freie Demokratie erstickt immer mehr im "Jungle" von Gesetzen, Verordnungen und Reglementen, wenn wir mit dem Stimmzettel nicht bald Einhalt gebieten.
Am 7. März haben wir es in der Hand, als vernünftige, naturliebende Bürger einel Riegel zu schieben, indem wir die unsinnige Initiative für die Einführung des "Tieranwalts" bachab schicken.
Letztens musste ich mir vorwerfen lassen ich sei ein Mörder und Tierquäller? Als ich fragte ob er keinen Fisch isst, sagte er doch! Dann fragte ich noch mal ob er wisse wie diese Fische sterben die er in dem Laden kauft! Er schaute mich so (verdusselet) an. Ich sagte es ihm, da er keine Ahnung hatte. Sie sterben qualvoll in einem russischen / japanischen Schiff, sie ersticken da man sie weder betäubt noch sonst irgendwelche anstalten macht sie zu erlösen!
Ich bin absolut nicht gegen Tierschützer, aber einige sollten erst mal wissen von was SIE reden!
Es geht hier nicht um menschliche Empfidungen, sondern um wissenschaftlich bewiesene Tatsachen. Physiologie, Biochemie, Anatomie und Ethologie der Fische lehren uns unwiderlegbar, dass Fische Schmerz empfinden. Wer heute noch das Gegenteil behauptet, macht sich höchstens lächerlich. Dabei ist es doch so einfach: Hobbyfischen mit sofortiger Betäubung und Tötung ist o.k. Angeln und anschl. Drillen von Grossfischen ist Tierquälerei.
Im Zusammenhang mit dem Hechtfang erwähnte der Tierrechtsanwalt Antoine F. Goetschel in der Sendung Arena die Abschaffung des Sklavenhandels, die Gleichberechtigung für Schwarze sowie die Emanzipation der Frauen. Damit entlarvt sich A. Goetschel eindeutig als Anhänger der sogenannten Tierrechtsideologie, wie sie vor allem im Deutschen Sprachraum von Helmut F. Kaplan verfechtet wird. Kaplan ist Autor des Buches "Leichenschmus - ethnische Gründe für eine vegetarische Ernährung". Das Buch wurde praktisch zu einer Bibel für Tierrechtsaktivisten. Kaplan lehnt jegliche Nutzung von Tieren ab!
Robert
Laut Tagesanzeiger Zürich gehört A. Goetschel einer Organisation an, welche das Fischen und Jagen generell verurteilt. Ein Tierschutzanwalt sollte nach objektiven und realistischen Aspekten beurteilen. Lässt er Tierrechtsideologien in seine Beurteilungen einfliessen, so gehört er meines Erachtens vom Dienst suspensiert. Der Drill bei Fischen beginnt bei Berufsfischeren dann, wenn sie sich in den Netzen verfangen haben bis zu jenem Zeitpunkt, bei dem das Netz ins Boot gehoben oder in den Kutter gezogen wird.
Wie wäre es, wenn man jeden, der Fisch konsumiert, verklagen würde als Mittäterschaft zur organisierten Tierquälerei. Hätte der VgT zum Beispiel immer noch so viele Mitglieder, wenn man diesen in eine Vereinigung gegen jegliche Nutzung tierischer Produkte umbenennen würde, was mehr den Tatsachen entsprechen würde. Menschenrechte lassen sich nicht auf Tiere übertragen. Die Forderungen von Tierrechtlern sowie deren Auftritte erinnern sehr stark an das Missionierungsgehabe gewisser Sekten. Verzichtet auf tiereische Produkte, angelt nicht ,und, tötet keine gefiederten und beschuppten Brüder. So werden ihr seelisch gesprochen und Animalia führet Euch ins Paradies. Fragt sich nur in welches? Etwa ins nächste Forellenpuff
falsch!
alle fischer, jäger, tierhalter und tierschützer müssen zusammenhalten und möglichkeiten und methoden finden, mit denen man sowohl den tieren wie auch den menschen gerecht wird.
wieso nicht aus dem fachwissen der diversen beteiligten schöpfen und sich mal ansehen, wie man das problem lösen könnte, dass die fische weniger leiden und die fischer trotzdem ihrer leidenschaft nachgehen können?
Ich studiere selber Recht und Fische für mein Leben gern.
Zu der Aussage "Das Gericht hat offenbar aufgrund der Fischereiverordnung entschieden,... nicht die Tierschutzfrage einbezogen" kann ich nur sagen, dass das auch richtig ist. Bei einer Normenkollision geht das speziellere dem allgemeinen Gesetz vor.
Das angesprochene "Leid des Fisches" ist meines Wissens noch in keinem wissenschaftlichen Massstäben zureichenden empirischen Untersuchung fundiert bewiesen worden und deshalb Spekulation.
Zur Frage der Dauer des Drills, muss ich Richard weitgehend zupflichten. Wer fischt, weiss, dass nicht jeder Fisch gleich lang am Silch gelassen werden muss, um erfolgreich aus dem Wasser gezogen zu werden. In der Regel bleiben grössere Fische länger im Wasser, weil sie mehr Kraft und Gewicht haben.
Würde man eine bestimmte Dauer einführen, nach der man den Silch abschneiden müsste mitsamt Fisch, wäre das der Richtige Skandal, da dann die Fische mit Angel im Maul und Silch herumschwimmen müssten und verenden würden.
Wer wirklich die Fische schützen sollte sich an Fischereiausübungsbestimmungen halten, welche dazu da sind.
Weiter sollten Tierschützer bedenken, dass gerade die Fischer für eine gute Wasserqualität, genügend Restwasser, Renaturierungen, ... kämpfen. Die Rheinlanke wäre jetzt zum Beispiel schon ausgestorben ohne Bemühung der Fischer.
Und dann vergleichen wir mal deinen Einsatz mit dem von unzähligen Fischern welche sich an unzähligen Stunden und Tagen in ihrer Freizeit engagieren für die Fische und deren Lebensraum!
Wir leben nicht mehr in paradiesischen Zeiten! Wenn sich nicht seit Jahren und Jahrzehnten Interessegruppen wie eben die Fischer engagieren würden - natürliche aus persönlichem Interesse - wären unsere Bäche Flüsse und Seen schon längstens leer und tot.
Dass dies nicht so ist - ist definitiv nicht deiner "jöö Tierlischützen Fraktion" zu verdanken.
Also hör auf mit so dummen Sprüchen wie: Sind Fischer eigentlich Tierfeinde?
Roger
Es bleibt abzuwarten ob hier nicht mit aller Macht versucht wird uns Fischer in die Ecke zu drängen.
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