30.06.10 | Amtsleiter Christophe Noel vom Office de l'environnement du Canton du Jura erklärte in einer Pressemitteilung am 25. Juni, dass man bei der Untersuchung des Doubs-Wassers keine ungewöhnliche Werte oder gar Hinweise auf eine Vergiftung gefunden habe. Der Verdacht auf eine schädliche Dosis von Blaualgengiften, so genannte Micro-Cystine, die auch für Menschen gefährlich sind, konnte nicht erhärtet werden.
Der Erreger der schweren Pilzinfektionen ist der Hautpilz Saprolegnia. Auch bekannt unter dem Namen Fischschimmel. Dieser Pilz lebt in vielen Gewässern auf abgestorbenen Pflanzen und Tierkadavern, kann aber als Parasit auch geschwächte Fischen befallen und entwickelt dann ein wattebauschartiges Aussehen.
Was die Fische so stark geschwächt hat, dass der Pilzbefall tödlich verläuft, bleibt rätselhaft. Ein Verdacht betrifft das beobachtete massenhafte Auftreten von Blaualgen, das möglicherweise zu Sauerstoffmangel geführt hat. Der dadurch verursachte physiologische Stress könnte die Fische anfällig für die Sapolegnia-Infektion gemacht haben, aber das ist gemäss Presse-Communiqué nur eine Vermutung.
Die starke Entwicklung von Blaualgen im Doubs ist kein neues Phänomen, es wurde bereits im Hitzesommer 2003 beobachtet. Angesichts der unklaren Situation starten die Kantone Jura und Neuenburg eine gemeinsame Untersuchung der Blaualgen im Doubs, um die zukünftige Entwicklung abschätzen zu können und eventuelle Gegenmassnahmen zu planen. Diese Katastrophe zeigt, dass es dem Doubs ökologisch schlecht geht.
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