26.01.10 | Zwei gute Gründe sprechen dafür, ein System selbst zu bauen: Erstens können Sie Massarbeit leisten und Ihr System perfekt auf einen bestimmten Köderfisch abstimmen.
Und zweitens sind Eigenbau-Systeme günstig. Damit werden Sie eher bereit sein, volles Risiko zu fischen, zum Beispiel in felsigen, stark durchströmten Partien oder in der Nähe von versunkenen Bäumen.
Solche Plätze werden von Raubfischen bevorzugt, von vielen Spinnfischern aber aus Respekt vor Köderverlusten gemieden. Wir stellen zwei fängige Systeme vor, die Sie in wen igen Minuten selber herstellen können.
Jim-Vincent-System
Der Klassiker unter den Spinnsystemen ist ein simples System, das sich an vielen Gewässern bewährt hat. Führen Sie eine Arterienklemme durch das Maul des Köderfischs ein, so weit, bis ihre Spitze zum Weidloch wieder heraus kommt. Dort greifen Sie die Schlaufe des Stahlvorfachs mit Drilling. Diese Schlaufe ziehen Sie durch den Fisch hindurch und zum Maul wieder hinaus. Nun sitzt der Drilling am Weidloch.
Das Jim-Vincent-System lässt den Köder-fisch verführerisch von einer Seite auf die andere taumeln. Es eignet sich am besten für mittlere Wassertiefen. Zwischendurch kann man den Köderfisch aber auch am Grund ruhend anbieten. Diese universelle Montage fängt Namaycush, Bach- und Seeforelle, Zander und Hecht.
Besonderheit: Wählen Sie den Drilling gross! Bei Köderfischen ab 20 Zentimetern sollte es schon Grösse 1 oder 1/0 sein. Vor dem Anhieb ist bei grösseren Köderfischen eine Wartezeit von 30 Sekunden sinnvoll.
Doppel-Drilling-System
Auch dieses System lässt sich am Wasser schnell montieren und eignet sich für nahezu alle Raubfische. Es hakt auch vorsichtige und misstrauische Räuber, die am Jim Vincent-System Fehlbisse verursachen.
Fädeln Sie den zweiten Drilling durch die Schlaufe auf das Stahlvorfach und fixieren Sie ihn auf Maulhöhe des Köderfischs, indem Sie das Vorfach mehrfach stramm um seinen Schenkel wickeln. Der vordere Drilling wird durch die Ober- und Unterlippe des Köderfischs geführt, der Enddrilling sitzt im hinteren Drittel der Fischflanke.
Der Köderfisch läuft derart montiert recht natürlich. Er dreht sich bei Einholpausen zur Seite und seine Flanken blitzen verlockend auf. Dieses System erlaubt einen sofortigen Anhieb. Mit scharfen 8er- oder 10er-Drillingen und fingerlangen Elritzen oder Weissfischchen ist es auch auf Forellen ein Hit.
Autor: AP
1 KOMMENTARE
Nimm 2 ca 5/6 er Einzelhaken und die Forellen haben nicht das Maul vernagelt.
Fingerlange Elritzen nehmen auch Untermässige.
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