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		<lastBuildDate>Tue, 07 Sep 2010 08:34:00 +0200</lastBuildDate>
		
		
		<item>
			<title>Äschenfischen mit Tiefgang</title>
			<link>http://www.petri-heil.ch/magazin/anglernews/anglernews-einzelansicht/article//aeschenfisch-101737.html</link>
			<description>Äschen mit der Trockenfliege zu überlisten, ist spannend. Um an die wirklich guten Exemplare...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="news_single_date">07.09.10 |</span> Erfahrene Fliegenfischer wissen: Je grösser die Äsche, desto seltener neigt sie zu Ausflügen an die Oberfläche. Das Phänomen der kapitalen «Grundäschen» ist vielen Fliegenfischern bekannt. Warum sollte sich ein starker Fisch die Mühe machen, kleine Eintagsfliegen aus dem Oberflächenfilm zu nippen, wenn proteinreiche Leckerbissen ständig an seinem Standplatz vorbei driften? Denn Nymphen, Köcherfliegenpuppen und Steinfliegenlarven sind am Gewässerboden stets wie auf dem Tablett versammelt. Der erfahrene Grossfisch weiss diesen Service zu schätzen. Warum jedoch gilt der Herbst als beste Jahreszeit, um eben diese Grundäschen zu fangen?</p>
<p><br /><strong>Beste Chancen im Herbst</strong></p>
<p><br />Natürlich fressen die Fische auch im Sommer, aber der relativ hohe Wasserstand vieler typischer Äschenflüsse infolge von Schmelzwasser und Gewitterregen lässt den Zugang zu den Äschen schwierig werden.</p>
<p><br /><div class="related-info-klein"><div class="head">Das aktuelle Heft</div><div class="body"><table class="contenttable"><tbody><tr><td><p><img border="0" width="62" src="/fileadmin/user_upload/_BILDER_ARTIKEL/Ausgaben/titel_related.jpg" alt="" /></p></td><td style="font-size:11px;"><p>&nbsp;<img src="uploads/RTEmagicC_dreieck_blau.gif.gif" style="WIDTH: 5px; HEIGHT: 9px" alt="" /> <a href="magazin/aktuelle-ausgabe.html" title="Öffnet einen internen Link im aktuellen Fenster" class="internal-link" >Inhalt</a><br />&nbsp;<img src="uploads/RTEmagicC_dreieck_blau.gif.gif" style="WIDTH: 5px; HEIGHT: 9px" alt="" /> <a href="service/abobestellung.html?no_cache=1" title="Öffnet einen internen Link im aktuellen Fenster" class="internal-link" >Abo bestellen</a><br />&nbsp;<img src="uploads/RTEmagicC_dreieck_blau.gif.gif" style="WIDTH: 5px; HEIGHT: 9px" alt="" /> <a href="magazin/werbung.html" title="Öffnet einen internen Link im aktuellen Fenster" class="internal-link" >Werbung</a><br />&nbsp;<img src="uploads/RTEmagicC_dreieck_blau.gif.gif" style="WIDTH: 5px; HEIGHT: 9px" alt="" /> Archiv</p></td></tr></tbody></table></div></div>Erst wenn im September oder Oktober die Wasserstände und Temperaturen fallen, dann sieht man sie wieder: Äschen über 40 Zentimeter lang, mit wehender Fahne, unverkennbar mitten im Strom stehend. Das immer klarer werdende Wasser der Flüsse macht es jetzt einfacher, die Standplätze zu erkennen. Doch eine Äsche zu sichten, bedeutet noch lange nicht, sie auch zu fangen.</p>
<p><br />Um eine Fahnenträgerin an den Haken zu kriegen, muss die Montage stimmen. Um den Köder, eine Nymphe, auf Tiefe zu bekommen, wird sie mit Hilfe eines Bleischrots beschwert (siehe Zeichnung 1 ). Man klemmt das Schrot etwa 15 Zentimeter oberhalb der Nymphe auf das Vorfach.</p>
<p><br />Wo erlaubt, kann anstatt des Bleischrots auch eine zweite, schwerere Nymphe eingesetzt werden (siehe Zeichnung 2 ). Sie hat in erster Linie die Funktion unsere «Fangfliege » auf Tiefe zu bringen. Nicht selten schnappen sich die Äschen aber auch diese grössere Insektenimitation.</p>
<p><br /><div class="related-info-klein"><div class="head">2 Ausgaben gratis!</div><div class="body"><p><a href="http://www.petri-heil.ch/service/abobestellung/article/7/fischen-jage-101547.html?no_cache=1&amp;tt_news=101547&amp;backPID=7" target="_top" >Möchten Sie das Petri-Heil kennenlernen? Bestellen Sie ein Gratis-Probeabo für 2 Ausgaben!</a></p></div></div>Bei dieser Montage sollte die schwerere Nymphe unten angeknöpft werden. Die leichtere Nymphe wird als Springer montiert. Sie kann entweder mit einem zusätzlichen Stück Fluorocarbon ans Vorfach geknüpft oder aufgefädelt und mittels Schlaufe fixiert werden.</p>
<p><br />Das Vorfach besteht aus konisch verjüngtem Monofil und sollte mindestens rutenlang sein. Die Vorfachspitze hat einen Durchmesser von 0,18 bis 0,20 Millimeter. Das verjüngte Vorfach besitzt gute Flugeigenschaften und rollt sich gut ab, was die zielgenaue Präsentation der Nymphe erleichtert. Um den Köder optimal führen zu können, verwendet man am besten eine mindestens 9 Fuss (2,70 Meter) lange Rute der Schnurklasse 5 oder 6. Die beliebten Goldkopfnymphen mit Tungstenköpfen sind sehr zu empfehlen.</p>
<p><br />Für Äschen sind Muster besonders fängig, die einen schwarzen, grauen oder braunen Körper aufweisen und auf Haken der Grösse 14, 16 oder 18 gebunden sind. Nehmen Sie immer eine grosse Auswahl an Nymphen mit ans Wasser. So ist man zum einen flexibel bei der Köderwahl und kann mehrere Muster ausprobieren, um die Vorlieben der Äschen herauszufinden.</p>
<p><br />Zum andern wird man beim Fischen in Grundnähe zwangsläufig auch den einen oder andern Hänger haben, bei dem die Nymphe verloren geht. Wer dann nur zwei oder drei Nymphen im Gepäck hat, kann den Fischertag schon nach kurzer Zeit wieder beenden.</p>
<p><br /><strong>Mit Bissanzeiger</strong></p>
<p><br />Um einen Biss zu erkennen, muss man die schwimmende Schnurspitze im Auge behalten. Fällt dies schwer, wird dort ein Bissanzeiger befestigt, der gleich zwei Vorteile hat: Er hält die Schnurspitze an der Oberfläche und signalisiert jeden Biss deutlich. Die wichtigste Grundregel lautet: Die Nymphe wird stromaufwärts eingeworfen. So kann sie besonders tief absinken. </p>
<p><br /><div class="related-info-klein"><div class="head">Ihre Meinung ist gefragt</div><div class="body"><p>Schreiben Sie Ihren Kommentar am Ende des Artikels und diskutieren Sie mit. Wir freuen uns auf ihr Feedback.</p></div></div>Hat man eine gute Äsche ausgemacht, nähert man sich, wenn möglich, watend bis auf vier oder fünf Meter. Dann schätzt man die Strömung und legt die Nymphe so weit vor, dass sie in Grundnähe am Fisch vorbei treibt. Besonders spannend ist es, wenn man sehen kann, wie die Nymphe in Richtung Äsche treibt und vom Fisch eingesaugt wird. Wenn Sie bei der ersten Drift die Äsche nicht zum Biss überreden können, ist noch nichts verloren.</p>
<p><br />Denn eine Fahnenträgerin lässt sich nicht so schnell vergrämen. Man kann das gesamte Nymphensortiment mehrfach an ihrem Maul entlang driften lassen – irgendwann schnappt sie meist doch zu. Die Belohnung für die Hartnäckigkeit kann sich gerade im September im wahrsten Sinn des Worts sehen lassen.</p>
<p><br /><em>Autor: Bernd Kuleisa</em></p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>Angeltechnik</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 07 Sep 2010 08:34:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Meistertipps: Welsfischen am Ebro</title>
			<link>http://www.petri-heil.ch/magazin/anglernews/anglernews-einzelansicht/article//meistertipps-101736.html</link>
			<description>Wahre Meister-Tipps hat «Petri-Heil»-Redaktor Henning Stilke in seinem soeben erschienen Buch...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="news_single_date">06.09.10 |</span> Kaum ein Fisch wird so von Sagen, Mythen und Märchen umwittert wie der Wels. Dabei wissen wir heute schon sehr viel über diesen eigenwilligen Fisch. Dazu hat nicht zuletzt Olivier Portrat mit seinen Reisen zum Wels, unzähligen Fängen, Fotos, seinem Buch und Film beigetragen. </p>
<p><br />Ostern in Spanien, ich verbringe die Feiertage am Ebro und treffe erstaunlich viele Kerle aus Deutschland, die statt zuhause Eier zu verstecken in Mequinenza Welse suchen. Während ich mit Olivier beim Ansitz geduldig auf die Bisse warte, haben wir genug Zeit, uns über das Phänomen Wels zu unterhalten, ein Thema, zu dem Olivier genug einfällt, um weitere Bücher zu füllen. Das Drachkovitch-System ist ein echter Liebling von Olivier. Beim Zanderfischen gibt es für ihn nichts Besseres. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Jetzt sitzen wir allerdings auf Wels an, mit handfesten Zapfenmontagen und Reissleine. Das ist eine äusserst effektive Methode und die wohl am häufigsten praktizierte. Olivier gesteht, dass er sich aber eigentlich mehr als Jäger denn als Fallensteller fühlt. Am liebsten stellt er den Fischen aktiv nach. Das Ausbringen einer Montage und das anschliessende Warten gefällt ihm eigentlich nicht so sehr, auch wenn er es über viele Jahre erfolgreich getan hat.</p>
<p><br /><br /><div class="related-info-klein"><div class="head">Das aktuelle Heft</div><div class="body"><table class="contenttable"><tbody><tr><td><p><img border="0" width="62" src="/fileadmin/user_upload/_BILDER_ARTIKEL/Ausgaben/titel_related.jpg" alt="" /></p></td><td style="font-size:11px;"><p>&nbsp;<img src="uploads/RTEmagicC_dreieck_blau.gif.gif" style="WIDTH: 5px; HEIGHT: 9px" alt="" /> <a href="magazin/aktuelle-ausgabe.html" title="Öffnet einen internen Link im aktuellen Fenster" class="internal-link" >Inhalt</a><br />&nbsp;<img src="uploads/RTEmagicC_dreieck_blau.gif.gif" style="WIDTH: 5px; HEIGHT: 9px" alt="" /> <a href="service/abobestellung.html?no_cache=1" title="Öffnet einen internen Link im aktuellen Fenster" class="internal-link" >Abo bestellen</a><br />&nbsp;<img src="uploads/RTEmagicC_dreieck_blau.gif.gif" style="WIDTH: 5px; HEIGHT: 9px" alt="" /> <a href="magazin/werbung.html" title="Öffnet einen internen Link im aktuellen Fenster" class="internal-link" >Werbung</a><br />&nbsp;<img src="uploads/RTEmagicC_dreieck_blau.gif.gif" style="WIDTH: 5px; HEIGHT: 9px" alt="" /> Archiv</p></td></tr></tbody></table></div></div>Als eine spannende Entdeckung betrachtet er das Klopfen mit dem Wallerholz, das sich in den 1990er-Jahren zu einer erfolgreichen Alternative zum Ansitzangeln entwickelt hat. Neben dem Klopfen hat ihn immer das Spinnfischen auf Wels begeistert: «Heftige Bisse und unglaubliche Grössen, was will man mehr?» Dass gezieltes Spinnfischen auf Welse äusserst gut funktioniert, wusste er schliesslich von seinen ersten Welsfängen, den Beifängen beim Zanderfischen.</p>
<p><br />Machen wir denn gerade nicht das Bestmögliche, um einen Wels zu fangen? Was das Beste ist beim Welsangeln, wird von Olivier gleich relativiert. «Es gibt nicht die beste Methode.» Kennen die Welse das Wallerholz nicht, so lassen sich von geübten Händen mit diesem Gerät wahre Wunder vollbringen. Sind die Welse an Pellets gewöhnt und haben sie diese als Nahrungsgrundlage akzeptiert, so wird kaum ein anderer Köder mithalten können – momentan ist das aber lediglich an einigen Stellen des Ebros der Fall.</p>
<p><br />Das Spinnfischen mit Naturködern ist empfehlenswert, weil diese Technik nachhaltig gute Ergebnisse bringt, dasselbe gilt aber für das Ansitzangeln mit Naturködern. «Ganz besonders mit lebendem Köderfisch», setzt Olivier hinzu.</p>
<p><br />Also machen wir doch das Richtige, und wir sind, wie Olivier bestätigt, auch am richtigen Ort. Denn wenn es um gute Stückzahlen stattlicher Fische geht, so ist der Ebro das beste Revier der Welt: Das Wasser ist ungemein produktiv, es steht eine Unmenge an Nahrung zur Verfügung, nahezu unendlich viel Wasser und – ganz wichtig! – es gibt keinerlei Berufsfischerei. So konnten in Spanien ordentliche Stückzahlen an Welsen ein Alter erreichen, das stattliche Grössen erst möglich macht.</p>
<p><br /><strong>Die Suche nach den Giganten</strong></p>
<p><br />In Italien hat man die wahrscheinlich besten Chancen auf ein wahres Monster von über 200 Pfund, jedenfalls werden dort europaweit die grössten Stückzahlen dieser Kolosse mit der Angel gefangen. So dicht die Welse in Frankreich mittlerweile in fast allen Flusssystemen siedeln, noch fehlen vielerorts grössere Bestände an Fischen über 180 Pfund. Die gibt es in Saône und Rhône, doch hat die intensive Berufsfischerei der 1980erund 1990er-Jahre die Stückzahl dieser sehr alten Fische spürbar in Grenzen gehalten. Wenn Olivier sich immer mehr und intensiver mit dem Wels befasste, dann lag das nicht zuletzt daran, dass seine eigenen Fangerlebnisse in einem seltsamen Widerspruch zu dem standen, was in der damaligen Angelliteratur zu lesen war. Da hiess es regelmässig, Welse seien scheue, ausschliesslich nachtaktive Einzelgänger.</p>
<p><br /><div class="related-info-klein"><div class="head">2 Ausgaben gratis!</div><div class="body"><p><a href="http://www.petri-heil.ch/service/abobestellung/article/7/fischen-jage-101547.html?no_cache=1&amp;tt_news=101547&amp;backPID=7" target="_top" >Möchten Sie das Petri-Heil kennenlernen? Bestellen Sie ein Gratis-Probeabo für 2 Ausgaben!</a></p></div></div>Schon die Beifänge beim Zanderfischen bewiesen, dass dem nicht so sein konnte. Und so hat Olivier sich mit befreundeten Anglern immer mehr der Welse angenommen und ist seit 1990 wiederholt ins Donaudelta gereist, hat Ungarn und Frankreich besucht und seine ersten Touren an den Ebro gemacht. In Rumänien und Ungarn hat er viel Zeit mit den einheimischen Berufsfischern verbracht, die einen Köderfisch als einen schlechten Welsköder bezeichneten, während es am Ebro der mit Abstand beste Köder war. Solche Widersprüche haben ihn neugierig gemacht.</p>
<p><br />Besonders faszinierend waren natürlich alle Gerüchte über die schier unglaubliche Grösse der Welse. Sogar in seriösen Enzyklopädien war von fünf Meter langen Monstern die Rede. Noch heute steht vielerorts geschrieben, Welse könnten über 600 Pfund schwer und fünf Meter lang werden. Von solchen Ungetümen hat Olivier früher geträumt. Doch auf all seinen Reisen und bei all seinen Recherchen in aller Welse Länder stiess er nie auf ein Exemplar dieser Grösse. Noch nicht einmal ein altes, vergilbtes Foto oder Schädelknochen von so einem Urvieh ist ihm dabei zu Gesicht bekommen.</p>
<p><br />Die grössten Welse, auf die Olivier bei seinen Reisen gestossen ist, sind die aus dem kasachischen Fluss Syr Daria. Sowjetischen Studien zufolge haben die Welse des Syr Daria die grössten Zuwachsraten innerhalb der ehemaligen Sowjetunion. Der Fang des Welses von 220 Pfund hat die einheimischen Fischer kein bisschen überrascht. Bevor sie den Wels gewogen hatten, wurde er von ihnen bereits auf 220 Pfund geschätzt. Und diese Leute erzählten von Exemplaren zwischen 280 und 360 Pfund. Aufgrund ihrer so exakten Schätzung des Fisches hält Olivier ihre Aussage für glaubwürdig.</p>
<p><br />Bei unserem Gespräch über Riesen, Monster und Ungetüme mag man die Fische, die ich in unseren Gesprächspausen fange, kaum erwähnen. Aber das wäre natürlich auch falsch, die tollen Welsfänge aus dem Ebro zu unterschlagen, weil sie nicht über der 200-Pfund-Marke liegen. Für mich ist es ein grossartiges Erlebnis, an einem Abend fünf Welse zu fangen, von denen es der grösste auf immerhin 90 Pfund und fast zwei Meter bringt. Wie mir Olivier und Guide Bodo mit leichtem Bedauern versicherten, war das kein sonderlich guter Abend am Ebro. Also, wenn das keine Empfehlung ist.</p>
<p><br />Am Ebro kam es in den letzten Jahren zu dem besonderen Phänomen der Pellet-Fischerei auf Wels. Was Olivier erstaunlicher findet als das Phänomen selbst ist, dass der neue Köder erst nach einer sehr langen Eingewöhnungsphase von den Welsen akzeptiert wurde. Die Karpfenfischer waren die ersten, die am Ebro mit Pellets geangelt hatten. Ein Jahr lang fingen sie damit die tollsten Karpfen, dann hingen plötzlich immer mehr Welse am Haken.</p>
<p><br /><div class="related-info-klein"><div class="head">Ihre Meinung ist gefragt</div><div class="body"><p>Schreiben Sie Ihren Kommentar am Ende des Artikels und diskutieren Sie mit. Wir freuen uns auf ihr Feedback.</p></div></div>Eine neue Entwicklung gibt es auch bei den Durchschnitts- und Maximalgrössen. Die Welse bekommen jetzt in vielen Revieren die erforderliche Zeit, um auf über 200 Pfund heranzuwachsen – das war früher nicht der Fall. Wer die notwendige Geduld mitbringt, hat deshalb heute in Frankreich, Italien und Spanien vernünftige Aussichten auf einen Brocken von über 200 Pfund. Das war vor 10 Jahren noch nicht so.</p>
<p><br />Wenn Olivier Bilanz seiner Welsfänge und –forschungen zieht, stellt er fest, dass wir uns inzwischen recht gut auskennen mit dem Vorkommen, dem Verhalten und den Eigenheiten dieses Fisches. «Ich rechne nicht damit, dass in absehbarer Zeit irgendwelche sensationellen Reviere entdeckt werden.</p>
<p><br />Was kommen wird, sind grössere Stückzahlen an Exemplaren von über 200 Pfund, ebenso wird es sensationelle Welsfänge in Deutschland, Frankreich und Italien geben, wenn die dort lebenden Welse erst einmal pelletsüchtig geworden sind. Insgesamt geht die Zukunft des Welsangelns – bedingt durch zunehmenden Befischungsdruck – mehr in die Richtung des Ansitzangelns als in die der aktiven Fischerei.» Nach seinen eigenen Zielen gefragt, verweist er auf den Film «Das Monster im Badesee». Dieses Filmprojekt zur Aufklärung über den Wels hat ihm Spass gemacht. «Da konnte ich mein ganzes Wissen und meine Erfahrung einbringen, wodurch wir Aufnahmen hinbekommen haben, die es bis dato noch nicht gab.»</p>
<p><br />Ausserdem macht es ihm Freude, andere Fischer zum Welsfischen mitzunehmen und sie spannende Momente erleben zu lassen. Vom reinen Fangen rückt er also ein wenig ab, denn da gibt es für ihn nicht mehr so viel Neues. Er könnte an den einschlägigen Stellen mit den bekannten Techniken und Ködern noch einige kapitale Welse aussitzen. Aber sitzen und warten ist doch nicht so recht seine Sache.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>10 Wels-Tipps</strong></p><ul><li>Je klarer das Wasser, desto eher verlagert sich die Aktivität der Welse in die Dämmerung. Bei trübem Wasser können Sie den ganzen Tag über mit Bissen rechnen.</li><li>Wo der lebende Köderfisch erlaubt ist, ist er der Köder Nummer 1.</li><li>Handlange Köderfische reichen völlig aus, Hauptsache, sie sind äusserst lebendig und quirlig.</li><li>Passen Sie Köder und Technik an das Gewässer und die jeweiligen Vorlieben der Welse an.</li><li>Im Gegensatz zu allen anderen Raubfischarten in unseren Breiten gibt es bei Welsen kaum Kannibalismus. Sparen Sie sich also einen Versuch mit einem kleinen Wels als Köder.</li><li>Welse sind keine Einzelgänger, im Gegenteil, sie scheinen ausgesprochen sozial zu leben. An guten Stellen können Sie mehrere Welse nacheinander fangen.</li><li>Selbsthakmontagen funktionieren beim Welsfischen hervorragend. Ideal sind dazu Kleinköder (Pellets, Calamares usw).</li><li>Aktive Welse sind durchaus im Freiwasser oder an der Wasseroberfläche zu finden. Die Köder müssen keineswegs am Grund angeboten werden.</li><li>Zur Laichzeit wollen die Welse nicht auf Raubzug gehen. Das Fischen macht zu diesem Zeitpunkt wenig Sinn. </li><li>Die Woche vor dem Vollmond, besonders die letzten vier Tage davor, scheinen für Welsfischer besonders aussichtsreich zu sein.</li></ul><p><br /><em>Henning Stilke</em></p>]]></content:encoded>
			<category>Angeltechnik</category>
			<category>Reisen</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 06 Sep 2010 09:30:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Zürichsee-Hecht, 30 Pfund, 130 cm</title>
			<link>http://www.petri-heil.ch/magazin/anglernews/anglernews-einzelansicht/article//zuerichsee-h-101735.html</link>
			<description>Am 20. Juni gelang Thomas Alder aus Zürich der Fang eines wunderschönen Hechts. Der routinierte...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="news_single_date">03.09.10 |</span> Auf der Höhe Stadtgrenze wollte er mehr Vorblei montieren und nahm die Schnur in die Hand, da spürte er einen Widerstand am Köder. Alder dachte, entweder ein Ast oder Grünzeug habe sich verhakt. Durch einen Ruck wollte er den Köder vom Unrat befreien, da kam ein gewaltiger Ruck retour, so dass es ihm die Schnur aus der Hand riss. Nun war klar, dass da etwas Grosses und Lebendiges dran war. </p>
<p><br />Der Drill war für einen Räuber dieser Grösse relativ einfach: Thomas Alder nahm den Gang des Motors raus und liess sich Richtung Hecht treiben. Der Hecht ging vor dem Boot kurz auf Tauchstation, er konnte ihn aber in fünf Metern Tiefe stoppen, heraufkurbeln und feumern.</p>
<p><br />Verwendete Geräte: Balzer-Schlepprute, Shimano-Stationärrolle, 0,40er-Teklon mit Stahlvorfach. Mitgeteilt: Andy´s Fischershop, Zürich</p>]]></content:encoded>
			<category>Anglernews</category>
			<category>Kapitaler Fang</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 03 Sep 2010 10:06:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Angelführer für das Dreiländereck Schweiz - Deutschland - Österreich</title>
			<link>http://www.petri-heil.ch/magazin/anglernews/anglernews-einzelansicht/article//angelfuehrer-101734.html</link>
			<description>Erschienen ist der Angelführer mit dem Titel «Angeln im Ferienparadies». </description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="news_single_date">02.09.10 |</span> Das für diese Region einzigartige Nachschlagewerk beschreibt über 160 ausgewählte Angelgewässer im Dreiländereck Deutschland - Österreich - Schweiz in Wort und Bild mit allen wichtigen Informationen für alle Angler und Fischer sowie Wissenswertes zu den Ferienregionen. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ein Angelführer soll Angelreviere möglichst umfassend und genau beschreiben. Er muss alle relevanten Informationen für die Angler bereithalten wie:</p><ul><li>Besonderheiten der einzelnen Gewässer,</li><li>die geographische Lage der Gewässer,</li><li>Kauf &amp; Preis der Angelkarten,</li><li>vorkommende Fischarten &amp; Fangbegrenzungen,</li><li>Voraussetzungen für das Angeln,</li><li>Angelzeiten und -saison,</li><li>Kaufmöglichkeiten von Angelzubehör,</li><li>alternative Freizeitmöglichkeiten,</li><li>touristische Informationen und manches mehr,</li><li>Nach dem Motto: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, muss das Gewässer auch in entsprechender Grösse abgebildet sein.</li></ul><p>Genau diese Vorgaben erfüllt der Angelführer «Angeln im Ferienparadies» als ein ausgesprochen informatives Buch. So können Angler jeden erlebnisreichen Angeltag oder -urlaub optimal planen. Sie sparen Zeit und vermeiden unliebsame Überraschungen vor Ort. Praktisch sind auch die zusätzlichen Tipps zur Freizeitgestaltung in einer reizvollen Urlaubsregion. Das Buch ist der optimale Begleiter für einen ebenso spannenden wie entspannten Angelausflug!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das Buch verfolgt ein klares Ziel: Das Auffinden lohnenswerter Fischgewässer in den wunderschönen Urlaubsregionen, im weiteren Umkreis des Bodensees, wird leicht gemacht. Für viele Menschen ist dieser Raum im Herzen Europas ein wahres Ferienparadies, obwohl sie mit Angeln und Fischen nichts am Hut haben. Der grossen Familie von Angler und Fischer aber verspricht das Dreiländereck mit seinem Reichtum an verschiedenartigsten Gewässern bester Qualität doppelten Genuss: Angeln im Ferienparadies! Egal ob die Fliegenrute, die Spinnrute oder die Grundrute benutzt werden soll, jeder wird in diesem Buch ein geeignetes Gewässer finden. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Angelführer hat 220 Seiten im Format von 26 x 15 cm (gebunden) und zeigt über 250 farbige Abbildungen und graphische Übersichten. Die Autoren, Moritz und Monika Burtscher, sind die Eltern einer sechsköpfigen, leidenschaftlichen Anglerfamilie aus dem Ländle Vorarlberg. In gemeinsamer Arbeit wurde die Idee «Angelführer» als Familienprojekt zum Leben erweckt und in die Tat umgesetzt. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Angelführer ist direkt bei den Autoren unter: <a href="http://www.angler-paradiese.net/" target="_blank" >www.angler-paradiese.net</a> sowie bei Angelshops und im Buchhandel (auch online) erhältlich. Sie haben als Händler Interesse, «Angeln im Ferienparadies» in Ihr Sortiment aufzunehmen? Dann kontaktieren Sie uns bitte einfach unter der folgenden Adresse: Anglerkompass - der Angelreiseführer, Bildgasse 10, A-6820 Frastanz, Österreich, Tel. +43-5522-53983, Fax +43-5522-53983, <a href="javascript:linkTo_UnCryptMailto('ocknvq,kphqBcpingt/rctcfkgug0pgv');" >info(at)angler-paradiese.net</a>.</p>
<p>&nbsp;</p><ul><li><a href="fileadmin/user_upload/_BILDER_ARTIKEL/Ausgaben/2010/09/122_Haldensee.pdf" >Beispielseite als PDF</a></li></ul><p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>Marktneuheiten</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 02 Sep 2010 15:33:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Anforderungen an eine Wasserstrategie</title>
			<link>http://www.petri-heil.ch/magazin/anglernews/anglernews-einzelansicht/article//anforderunge-101733.html</link>
			<description>AQUA VIVA, die Schweizerische Aktionsgemeinschaft zum Schutz der Flüsse und Seen, vor 40 Jahren...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="news_single_date">30.08.10 |</span> Kein Land in Europa beutet seine Wasserkräfte derart extrem aus, in keinem andern Land ist der Anteil an naturbelassenen Bächen und Flüssen geringer als in der Schweiz. Obwohl heute bereits mehr als 90 Prozent der für die Stromproduktion geeigneten Fliessgewässer genutzt werden, hat das Parlament im Jahr 2007 beschlossen, die durchschnittliche Jahreserzeugung von Elektrizität aus Wasserkraftwerken bis zum Jahr 2030 gegenüber dem Stand im Jahr 2000 um mindestens 2000 GWh zu erhöhen.</p>
<p><br /><div class="related-info-klein"><div class="head">Das aktuelle Heft</div><div class="body"><table class="contenttable"><tbody><tr><td><p><img border="0" width="62" src="/fileadmin/user_upload/_BILDER_ARTIKEL/Ausgaben/titel_related.jpg" alt="" /></p></td><td style="font-size:11px;"><p>&nbsp;<img src="uploads/RTEmagicC_dreieck_blau.gif.gif" style="WIDTH: 5px; HEIGHT: 9px" alt="" /> <a href="magazin/aktuelle-ausgabe.html" title="Öffnet einen internen Link im aktuellen Fenster" class="internal-link" >Inhalt</a><br />&nbsp;<img src="uploads/RTEmagicC_dreieck_blau.gif.gif" style="WIDTH: 5px; HEIGHT: 9px" alt="" /> <a href="service/abobestellung.html?no_cache=1" title="Öffnet einen internen Link im aktuellen Fenster" class="internal-link" >Abo bestellen</a><br />&nbsp;<img src="uploads/RTEmagicC_dreieck_blau.gif.gif" style="WIDTH: 5px; HEIGHT: 9px" alt="" /> <a href="magazin/werbung.html" title="Öffnet einen internen Link im aktuellen Fenster" class="internal-link" >Werbung</a><br />&nbsp;<img src="uploads/RTEmagicC_dreieck_blau.gif.gif" style="WIDTH: 5px; HEIGHT: 9px" alt="" /> Archiv</p></td></tr></tbody></table></div></div>Mit Hilfe von kostendeckenden Einspeisevergütungen soll der Bau von bisher wirtschaftlich unrentablen Kleinwasserkraftwerken ermöglicht werden. Dieses energiepolitische Ziel steht in eklatantem Widerspruch zu den Zielsetzungen und Massnahmen des revidierten Gewässerschutzgesetzes (GSchG), die das gleiche Parlament im Jahr 2009 verabschiedet hat. Die Strom konsumierenden Bürger und Steuerzahler müssen absurderweise sowohl die Zerstörung der wenigen noch verbliebenen naturnahen Bäche und Flüsse als auch die Massnahmen zur Sanierung und Revitalisierung schwer beeinträchtigter Gewässer finanzieren.</p>
<p><br />Die Einsicht, dass sich das Problem der langfristigen Energieversorgung der Schweiz auch mit einem radikalen Totalausbau der Wasserkraft nicht lösen lässt, muss dabei als Richtschnur dienen.</p>
<p><br /><strong>1. Eine Wasserstrategie muss umfassend sein</strong></p>
<p><br />Eine Wasserstrategie darf nicht nur Nutzungsziele (Trink- und Brauchwasserversorgung, Stromerzeugung usw.) beinhalten, sie muss in Anwendung der bestehenden Vorschriften (Gewässerschutz-, Fischerei-, Wasserbau- sowie Natur- und Heimatschutzgesetzgebung) gleichwertig auch Schutz-, Sanierungs- und Revitalisierungsziele verfolgen.</p>
<p><br /><strong>2. Eine Wasserstrategie muss ausgewogen sein</strong></p>
<p><br />Ergibt die Beurteilung von sich widerstreitenden Interessen im Einzelfall einen Zielkonflikt, ist aufgrund einer Gesamtinteressenabwägung zu entscheiden. Treten in verschiedenen Einzelfällen laufend die gleichen Zielkonflikte zutage, sind de lege ferenda (juristisch für: Nach noch zu machendem Recht, Anm. d. Red.) die geltenden Ziele anzupassen. Im Bereich der Energiegesetzgebung dürfte vor allem die Zielsetzung, die Stromproduktion bis zum Jahr 2030 um 2000 GWh zu erhöhen, auf den Prüfstand gehören.</p>
<p><br /><strong>3. Eine Wasserstrategie muss die Gewässer gesamtheitlich betrachten</strong></p>
<p><br />Seit Inkrafttreten des Wasserrechtsgesetzes aus dem Jahr 1916 überprüft das zuständige Bundesamt die Pläne von Kraftwerken darauf hin, ob sie in ihrer generellen Anlage der zweckmässigen Nutzbarmachung der Wasserkräfte entsprechen (Art. 5 WRG). Die Betrachtung von Gewässern muss in Zukunft nicht nur unter energiewirtschaftlichen, sondern auch unter ökologischen und landschaftlichen Gesichtspunkten erfolgen.</p>
<p><br /><strong>4. Eine Wasserstrategie muss die gesetzlichen Vorgaben erfüllen</strong></p>
<p><br />Die Behörden aller Stufen haben sich bei der Ausarbeitung von Wasserstrategien an die Vorgaben des Bundesgesetzgebers zu halten. Kantonales Recht darf dem Bundesrecht nicht widersprechen. Kantone dürfen Schutzvorschriften nur aufweichen, wenn sie der Bund dazu ausdrücklich ermächtigt.</p>
<p><br /><div class="related-info-klein"><div class="head">Ihre Meinung ist gefragt</div><div class="body"><p>Schreiben Sie Ihren Kommentar am Ende des Artikels und diskutieren Sie mit. Wir freuen uns auf ihr Feedback.</p></div></div>Als Tabuzonen gelten Moore und Moorlandschaften von nationaler Bedeutung, die ihren Schutzanspruch direkt aus Art. 78 Abs. 5 BV ableiten. Hier sind Anlagen und Eingriffe zu Nutzungszwecken – mit Ausnahme der bisherigen landwirtschaftlichen Nutzung – untersagt. Eine Interessen abwägung findet nicht statt. Nicht zugelassen werden dürfen beispielsweise auch Kraftwerke, die zwar ausserhalb des Schutzperimeters geplant werden, deren Betrieb jedoch das Schutzziel gefährden würde (beispielsweise durch eine Veränderung des Wasserhaushalts).</p>
<p><br />Bei Auengebieten von nationaler Bedeutung überwiegen in der Regel ebenfalls die Schutzinteressen, da der Wasserkraftnutzung nur noch ausnahmsweise nationale Bedeutung beigemessen werden darf. Sämtliche grossen Wasserkraftanlagen, denen allenfalls nationale Bedeutung zuerkannt werden könnte, sind bereits realisiert worden, den geplanten Kleinwasserkraftwerken wird bestenfalls lokale Bedeutung zukommen.</p>
<p><br />Bei Sanierungen und Revitalisierungen ist das Schwergewicht auf einen funktionierenden Wasserhaushalt, auf eine Wiederherstellung des gestörten Geschiebehaushalts sowie auf eine möglichst natürliche Linienführung zu legen (Art. 37 Abs. 2 GSchG). Wichtig ist auch hier, dass das gesamte Einzugsgebiet in die Beurteilung einbezogen wird. Das Schutzziel wird nicht erreicht, wenn zwar Eingriffe innerhalb des Auenperimeters unterbunden, gleichzeitig aber die oberliegenden Zuflüsse durch Wasser- und Geschiebeentnahmen beeinträchtigt werden.</p>
<p><br />Gewässer in Landschaften von nationaler Bedeutung sind ebenfalls prioritär zu schützen, vorab in jenen Inventarobjekten, deren Schutzziele auf Gewässer und Gewässerlandschaften ausgerichtet sind.</p>
<p><br />Beim Schutz und Unterhalt der Biotope von regionaler Bedeutung verfügen die Kantone zwar über einen grösseren Ermessensspielraum als bei den Biotopen von nationaler Bedeutung. Sie erfüllen allerdings auch hier eine Bundesaufgabe (Art. 18b NHG), so dass sie nicht frei schalten und walten können. In Biotopen von regionaler Bedeutung sind deshalb zusätzliche Nutzungen nur dann zulässig, wenn ihnen höherwertige Interessen von regionaler, kantonaler oder nationaler Bedeutung beigemessen werden können. Bei den meisten Kleinanlagen dürfte dies eindeutig nicht der Fall sein.</p>
<p><br />Bei Landschaftsschutzgebieten von regionaler oder kantonaler Bedeutung sind Kleinanlagen von lokaler Bedeutung in der Regel ebenfalls nicht zuzulassen, sofern die betroffenen Gewässer wichtige Elemente des Schutzobjekts bilden.</p>
<p><br /><strong>Erhaltung von ökologisch und fischereilich bedeutsamen Gewässern</strong> </p>
<p><br />Schutzwürdig sind nicht nur Gewässer, die in eidgenössischen oder kantonalen Schutzgebieten liegen. Dies würde auf einen «Blätzli-Naturschutz» hinauslaufen. Im Rahmen einer Interessenabwägung sind Gewässer und Gewässerabschnitte ausserhalb von Schutzperimetern ebenfalls vor Eingriffen zu bewahren, sofern der erzielbare Nutzen (z.B. Energiegewinn) in keinem vertretbaren Verhältnis zu den ökologischen&nbsp; oder fischereilichen Schäden steht. Kleinere Gewässer sollten grundsätzlich nicht zur Energieerzeugung genutzt werden.</p>
<p><br />Insbesondere sind jene Gewässer von der Nutzung auszuschliessen, die einen hohen Natürlichkeitsgrad aufweisen, die fischereilich (z.B. als Laich- und Aufwuchsgewässer) von Bedeutung sind, die Restwasserstrecken mit Wasser alimentieren oder denen ein erheblicher landschaftlicher Wert zukommt.</p>
<p><br />Bei mittelgrossen und grossen Gewässern, die durch Wasserkraftwerke und/oder wasserbauliche Vorkehren bereits vorbelastet sind, sind die letzten noch frei fliessenden Abschnitte wegen ihrer Trittstein- und Regenerationsfunktion zwingend zu erhalten.&nbsp; Das gilt beispielsweise für den Hochrhein, der auf einer Gesamtlänge von 145 km nur noch drei Fliesswasserabschnitte von insgesamt 23 km Länge aufweist.</p>
<p><br /><strong>Sanierung mit Strategie</strong></p>
<p><br />Bei der Erarbeitung einer Wasserstrategie ist auch das Aufwertungspotenzial der zu sanierenden und revitalisierenden Gewässer zu berücksichtigen. Während die Sanierung von Restwasserstrecken bis Ende 2012 abgeschlossen sein sollte (Art. 81 Abs. 2 GSchG), stehen für die Durchführung von Sanierungsmassnahmen nach Art. 39a (Schwall und Sunk) und Art. 43a (Geschiebehaushalt) bis zu 20 Jahre zur Verfügung. Für Revitalisierungsmassnahmen setzt der Bundesgesetzgeber überhaupt keine Fristen. </p>
<p><br />Prioritär aufzuwerten sind Gewässer, die in geschützten Gebieten liegen oder die ein besonders hohes gewässer- bzw. fischökologisches Potenzial aufweisen.</p>
<p><br /><strong>Konzessionen prüfen </strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Konzessionen sind zwar ein wohl erworbenes Recht das Gewässer zu nutzen (Art. 43 Abs. 1 WRG), ein Rechtsanspruch auf die Verlängerung einer Konzession besteht jedoch nicht. Vor allem bei Klein- und Kleinstanlagen ist deshalb zu prüfen, ob eine Fortsetzung der Nutzung unter Berücksichtigung entgegenstehender Schutzinteressen tatsächlich vertretbar ist. Vorentscheide von Behörden sind rechtzeitig zu kommunizieren, damit die Betreiber auf unnötige Investitionen verzichten und den Rückbau ihrer Anlagen planen können.</p>
<p><br /><em>Autor: Tobias Winzeler, Geschäftsführer Aqua Viva</em></p>]]></content:encoded>
			<category>Anglernews</category>
			<category>Diskussion</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 30 Aug 2010 09:10:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Fängige Salami-Taktik</title>
			<link>http://www.petri-heil.ch/magazin/anglernews/anglernews-einzelansicht/article//faengige-sal-101732.html</link>
			<description>Drei Würfe, nächste Stelle, wieder drei Würfe wieder nichts! Also ab zur nächsten Stelle. Wenn...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="news_single_date">30.08.10 |</span> Der «Rennkuckuck» ist die häufigste Art unter den Spinnfischern. Rennkuckuck bedeutet für mich: Drei Würfe kein Biss? Weiter zur nächsten Stelle. Wieder drei Würfe wieder kein Biss! Also nichts wie auf zur übernächsten Stelle. Und so geht das immer weiter. Den «Rennkuckuck» erkennt man daran, dass er zwar viel gelaufen ist, aber dabei nicht unbedingt viel gefangen hat. Selbst wenn der «Rennkuckuck» auf Fische stösst und sie an den Haken bekommt, bleibt er prinzipiell unter seinen Möglichkeiten.</p>
<p><br />Denn meist sieht es dann so aus: An der neuen Stelle beisst es plötzlich mit dem ersten Wurf. Die Egli sind da! Mit wenigen Würfen finden drei Fische den Weg ans Ufer. Ein paar Würfe später noch einer und dann ist Schluss! Und wieder verfällt der «Rennkuckkuck» in sein Jogging-Fischen...</p>
<p><br />Natürlich ist es auch eine Temperament-Frage, wie geduldig jemand fischt. Aber auch unsere Fische haben Temperamente. Die einen sind aggressiv und mobil, die anderen von zurückhaltender und bedachtsamer Natur. Wer mit aggressiven Ködern im Dauerlauf grosse Flächen oder Strecken abfischt, wird daher sicherlich nicht erfolglos bleiben. Aber er wird meistens nur die aggressivsten Fische fangen und dabei viele Chancen verpassen.</p>
<p><br />«Glucken» und Taktiker Das andere Extrem nenne ich die «Glucken». Sie sitzen wie festgenagelt an einem, nämlich «ihrem» Platz, legen vorzugsweise Naturköder aus und harren der Dinge, die da kommen mögen. Manchmal gibts einen Biss, genauso oft aber eben nicht. Aber auch dann, wenn nichts beisst, sitzt dieser Typ Petrijünger trotzdem da und wartet. Unbestritten haben auch diese Kollegen ihre Erfolge. Wenn aber keine Fische an ihrem Platz sind, sitzen sie im Wortsinn auf verlorenem Posten, wenn nicht Zufall und Glück nachhelfen.</p>
<p><br />Etwas anders geht der überlegte Taktiker vor. Er nimmt sich ein Beispiel an den USamerikanischen Profi-Anglern. Für die gilt beim Spinnfischen das Gebet: «Location, location, location and then presentation! Zuerst werden die Fische gesucht, dann hoffentlich gefunden und schliesslich mit Ausdauer überlistet. Dabei muss man aber ständig die Präsentation ändern, denn Fische sind lernfähig!</p>
<p><br />Das ist bei den amerikanischen Bass &amp; Co. nicht anders als bei unseren einheimischen Räubern. Allerdings müsste man in Bezug auf Egli noch ergänzen: Unsere Egli sind ziemlich anders als die amerikanischen Schwarzbarsche. Sie sind nicht in kleinen Trupps, sondern eher im Grossschwarm unterwegs. Und deswegen sind sie cleverer. Ein neuer Köder funktioniert immer nur eine Viertelstunde, dann haben die Übriggebliebenen im Schwarm das Spiel durchschaut.</p>
<p><br />Als mich mein Kollege Bernd das erste Mal mit dieser Theorie konfrontierte, hielt ich das Ganze für Humbug. Ich hatte schon des öfteren einen ganzen Tag mit einem einzigen Köder gut gefangen und glaubte eigentlich kein Wort. Aber wer fängt, hat Recht.</p>
<p><br />Und Bernd führte es mir an einem See mit gutem Eglibestand unmissverständlich vor. Da die Fische weit draussen und relativ tief standen, mussten wir mit schweren Ködern fischen. Bernd wählte aus seiner Kunstköderbox den neuen Rapala Clackin Rap aus,</p>
<p><br />einen schaufellosen Wobbler mit hohem Eigengewicht für weite Würfe und tiefen Lauf. Ich entschied mich für einen Spinnerbait von Storm, der Spinnerblatt und Gummifisch kombiniert. Die ersten Würfe brachten bei uns beiden Fisch auf Fisch, wie Bernd es angekündigt hatte. So hätte es meinetwegen gern weitergehen dürfen.</p>
<p><br />Doch schon ungefähr nach 20 Würfen kam der vorhergesagte «Absturz». Während die ersten Fische sich noch in Kamikaze-Manier regelrecht selbst gehakt hatten, bekam ich jetzt, wenn überhaupt, nur noch Fehlbisse. Bernd grinste wissend, als er mich bei meinen vergeblichen nervösen AnschlagVersuchen sah, und klärte mich auf: «Das kannst Du vergessen du musst jetzt was Neues anbieten!»</p>
<p><br /><strong>Richtig reagieren</strong></p>
<p><br />Bernd hatte mit den Egli in seinem See bereits seine einschlägigen Erfahrungen gesammelt. Und die besagten nicht nur, dass die Stachelräuber durchschnittlich alle halbe Stunde mit einem neuen Köder konfrontiert werden müssen. Genauso wichtig schien zu sein, dass der neue Köder jeweils deutlich weniger aggressiv als der vorherige laufen sollte.</p>
<p><br />Ich wechselte auf seinen Rat hin zu einem kleinen Löffel und führte ihn aufreizend langsam. Die Fische waren tatsächlich noch da und es biss sofort wieder! Als hätte es die vorherige Beissflaute auf die anderen Köder nie gegeben! Ich grinste siegessicher, aber bereits nach vier Fischen war der Zauber verflogen. Erneut Flaute. Hatten wir jetzt alle Fische weggefangen? Bernd lächelte, wechselte zu einem Dropshot-Rig und pflückte mit dem ersten Wurf und neuem Köder sofort einen weiteren Egli. Ich schüttelte nur noch den Kopf und glaubte jetzt langsam selbst daran, dass Fische schlauer sind, als wir meinen. Kaum hatte ich einen kleinen Blei-Jig montiert und ausgeworfen, bekam auch ich den nächsten Biss.</p>
<p><br />Egli schalten offenbar in ihrer Aktivität schrittweise immer mehr herunter, demzufolge müssen auch die Köder immer kleiner und weniger auffällig werden. Während zu Anfang noch die auffälligsten Angebote punkten, also jene Köder, die rasseln, glitzern, schimmern und rotieren, landen wir am Ende bei den diskreten Verführern, die unauffällig ins Wasser plitschen und versuchen nicht aufzufallen, es aber trotzdem tun, wie jedes kranke oder verletzte Fischchen.</p>
<p><br /><strong>Und weiter gehts…</strong></p>
<p><br />Der Carolina-Rig mit einem langen Gummiwurm oder Twisterschwanz ist das letzte Aufgebot, das wir an jenem Tag ins Rennen schickten. Es ist vom Prinzip her schon eine diskrete Präsentations-Möglichkeit, weil man den Gummiwurm auf halbwegs sauberem Grund quasi in Zeitlupe über den Boden kriechen lassen kann. Darüber hinaus bietet diese Montage die Möglichkeit, durch Verkürzen oder Verlängern des Vorfachs die Vorfachlänge an das Beissverhalten anzupassen: Kürzeres Vorfach bei aggressiverer Präsentation und entschiedenen Bissen, und längeres Vorfach bei passiver Präsentation beziehungsweise dann, wenn die Fische nur zurückhaltend beissen.</p>
<p><br />Zu dieser Methode passt am besten ein Köder, dessen Fängigkeit in Nordamerika bereits Kult ist: Der 7,5 cm lange Senko-Worm von Gary Yamamoto. Dieses «Häppchen » inhalieren selbst vorsichtige Räuber, wie wenn es ein echter Naturköder wäre. Ich fing damit noch, als die Sonne hinter dem Horizont versank. Dabei war unser Platz eigentlich schon dreimal «verfischt»! Jeder andere hätte aufgegeben, aber wir hatten einen sensationellen Tag bis zur letzten Minute. Dank unserer «Salami-Taktik», Schritt für Schritt scheibchenweise alles vorzuführen, was unsere Köderboxen hergeben.</p>
<p><br /><em>Autor: Sven Halletz</em></p>]]></content:encoded>
			<category>Angeltechnik</category>
			<category>Anglernews</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 30 Aug 2010 09:01:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Zugersee-Seeforelle, 21,5 Pfund, 101 cm</title>
			<link>http://www.petri-heil.ch/magazin/anglernews/anglernews-einzelansicht/article//zugersee-see-101731.html</link>
			<description>Das STUCKI-«PRO-TEAM» hat entschieden: Im September fällt ihre Wahl auf Christian Trinkler für...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="news_single_date">27.08.10 |</span> Eine sage und schreibe mehr als Metrige kann Christian Trinkler (links) aus Steinhausen anmelden. Am Morgen des 20. Juli schleppte der leidenschaftliche Seefischer mit Kollege Tommy Hotz (rechts) zuerst auf Zuger Rötel. </p>
<p>Als nach zwei Stunden nichts ging, holten sie Marc Helbach am Ufer ab und beschlossen es nun auf Hecht zu probieren. Trinkler positionierte den Bürgler-Unterwasser-Hund in etwa einem Meter Tiefe. Als Köder wählte er gefrorene Läugel auf dem Wikam-System Nr. 3. Diese schleppte er langsam an sieben Meter langen Zügeln aus 0,60er-Fighter-Monofil ohne Stahlvorfach. Nach nur zehn Minuten kam bereits der erhoffte Biss und sofort ging die Post ab! Die grosse Seeforelle sprang kurz nacheinander vier Mal, dann tauchte sie steil in die Tiefe. Der Haken hielt gut und schliesslich tauchte die Seeforelle nach fast einer halben Stunde Drill erschöpft neben dem Boot auf. </p>
<p>Trinkler behändigte die Kapitale im ersten Versuch und erschrak, als er die «überdimensionale Grösse» der Forelle realisierte. «Im Drill hatten wir sie auf etwa 80 cm geschätzt», erzählt er amüsiert. «Zum Glück vielleicht, denn sonst wäre ich extrem nervös geworden!»</p>]]></content:encoded>
			<category>Kapitaler Fang</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 08:16:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Die Bodenseeforelle hat profitiert</title>
			<link>http://www.petri-heil.ch/magazin/anglernews/anglernews-einzelansicht/article//die-bodensee-101730.html</link>
			<description>Der Bodensee ist wieder sauber. Dass sich deshalb die Fischbestände verändern, ist den Fischern...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="news_single_date">26.08.10 |</span> Bis zu Beginn der Eutrophierung um 1950 war der Bodensee ein typischer nährstoffarmer Voralpensee. Sein damals geringer Nährstoffgehalt mit etwa 5 Milligramm Phosphor pro Kubikmeter (mg P/m3) stieg ab Mitte des letzten Jahrhunderts in rund zwanzig Jahren jedoch auf rund 90 mg P/m3 an und führte zur Überdüngung, die mit dem starken Kraut- und Algenwachstum im Flachwasserbereich auch für den Nichtfachmann deutlich erkennbar war.</p>
<p><br /><div class="related-info-klein"><div class="head">Das aktuelle Heft</div><div class="body"><table class="contenttable"><tbody><tr><td><p><img border="0" width="62" src="/fileadmin/user_upload/_BILDER_ARTIKEL/Ausgaben/titel_related.jpg" alt="" /></p></td><td style="font-size:11px;"><p>&nbsp;<img src="uploads/RTEmagicC_dreieck_blau.gif.gif" style="WIDTH: 5px; HEIGHT: 9px" alt="" /> <a href="magazin/aktuelle-ausgabe.html" title="Öffnet einen internen Link im aktuellen Fenster" class="internal-link" >Inhalt</a><br />&nbsp;<img src="uploads/RTEmagicC_dreieck_blau.gif.gif" style="WIDTH: 5px; HEIGHT: 9px" alt="" /> <a href="service/abobestellung.html?no_cache=1" title="Öffnet einen internen Link im aktuellen Fenster" class="internal-link" >Abo bestellen</a><br />&nbsp;<img src="uploads/RTEmagicC_dreieck_blau.gif.gif" style="WIDTH: 5px; HEIGHT: 9px" alt="" /> <a href="magazin/werbung.html" title="Öffnet einen internen Link im aktuellen Fenster" class="internal-link" >Werbung</a><br />&nbsp;<img src="uploads/RTEmagicC_dreieck_blau.gif.gif" style="WIDTH: 5px; HEIGHT: 9px" alt="" /> Archiv</p></td></tr></tbody></table></div></div>Die absterbenden Pflanzen verschlammten den Seegrund und führten zu Sauerstoffmangel, was die Fischbestände beeinträchtigte und veränderte. Unter anderem war die Entwicklung der Felcheneier am Seeboden behindert und der Felchenbestand musste verstärkt durch die Eierbrütung in den Brutanstalten gestützt werden. Demgegenüber fanden zahlreiche, zuvor im See weniger typische oder weniger häufiger Karpfenartige bessere Lebens- und Fortpflanzungsbedingungen.</p>
<p><br />Aus dieser Entwicklung resultierten Massenvorkommen von Brachsmen und Rotaugen, aber auch der Egli, am Bodensee Kretzer genannt, nahm stark zu. Die mit dem Bau zahlreicher Kläranlagen bereits in den frühen 1970er-Jahren eingeleitete Sanierung war ausserordentlich erfolgreich. Der Nährstoffgehalt, der im Gewässer entscheidend durch den «Minimumstoff» Phosphor bestimmt wird, ging nahezu genauso schnell zurück, wie er zuvor angestiegen war. Im Jahr 2006 war der Nährstoffgehalt mit 8 mg P/m3 wieder so niedrig wie Mitte der 1950er-Jahre. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Diese Veränderungen des Seewassers beeinflussten den resultierenden Fischbestand klar. Grafisch lässt sich dies gut auf der Grundlage der Fangstatistik der Berufsfischer darstellen. Diese Statistik reicht am Bodensee mittlerweile fast hundert Jahre zurück und dürfte damit eine der ältesten Fischereistatistiken der Welt sein. Auch wenn die statistische Aufzeichnung der Fänge kein exaktes Bild der Bestandsgrösse von einzelnen Fischarten geben kann, so spiegeln deren Häufigkeiten im Fang der Fischer deren Bestandsentwicklung doch recht gut wider. Zusammen mit ergänzenden Stichproben aus unterschiedlichen Untersuchungen lässt sich ein verlässliches Abbild für das Geschehen im See bekommen.</p>
<p><br /><strong>Vom Felchensee zum Felchensee</strong></p>
<p><br />Der Felchenanteil am Fang der Berufsfischer sank ausgehend von etwa 70 Prozent in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts auf teilweise weniger als 30 Prozent zwischen 1960 und 1980. Mit dem Nährstoffrückgang im See stieg dieser Anteil zum Ende des Jahrhunderts wieder auf 70 bis 80 Prozent an. Der ursprünglich von Felchen geprägte See hat sich nach zwischenzeitlich gravierenden Verschiebungen hin zu einem hohen Barsch- und Weissfischanteil wieder zum Felchensee zurückentwickelt.</p>
<p><br /><div class="related-info-klein"><div class="head">Kormoran & Gänsesäger</div><div class="body"><table class="contenttable"><tbody><tr><td><p><img border="0" width="62" src="/fileadmin/user_upload/_BILDER_ARTIKEL/Ausgaben/kormoran_dossier.jpg" alt="" /></p></td><td style="font-size:11px; padding-left:5px;"><p>Das Dossier zum Thema Prädatoren. Ursachen, Wirkung und Massnahmen.<br><img src="uploads/RTEmagicC_dreieck_blau.gif.gif" style="WIDTH: 5px; HEIGHT: 9px" alt="" /> <a href="magazin/dossier-kormoran-gansesaeger.html" title="Öffnet einen internen Link im aktuellen Fenster" class="internal-link" >Zum Dossier</a></p></td></tr></tbody></table></div></div>Die artenmässige Zusammensetzung des Fischbestands ist allerdings über die letzten Jahrzehnte weitgehend gleich geblieben, verändert haben sich die Häufigkeiten einzelner Arten. Eine Art ist verschwunden und wenige Arten sind neu hinzugekommen: Bereits seit den 1960er-Jahren als verschollen gilt das Kropffelchen oder Kilch. Möglicherweise verschwand diese Art bereits mit der ersten Eutrophierungswelle, noch bevor die Fischerei Schutzmassnahmen ergreifen konnte. Klare Ursachen für das Verschwinden des Kilchs sind aber nicht belegt. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Auf unterschiedliche Weise und zu verschiedenen Zeiten neu zum Fischbestand hinzugekommen sind der Dreistachlige Stichling, die Regenbogenforelle, der Kaulbarsch und der Blaubandbärbling. Aufgrund des Besatzverbots im Bodensee und in den deutschen Bodenseezuflüssen werden jährlich nur noch einige hundert Kilogramm Regenbogenforellen gefangen und die Art hat ökologisch keine grosse Bedeutung im See. Kaulbarsch und Stichling treten zahlenmässig zumindest in einzelnen Jahren sehr häufig auf. Über diese Arten hinaus finden sich im Bodensee, wie letztlich in allen grossen Gewässern, immer eine Reihe einzelner Exemplare von Exoten, Fischen die aus Aquarien entsorgt wurden oder aus Teichhaltungen entkommen sind. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ihr Auftreten ist sicherlich nicht wünschenswert, denn auch einzelne Exemplare solcher Arten können beispielsweise Parasiten oder Krankheiten übertragen und für heimische Arten hierdurch eine Gefahrenquelle darstellen. Aber im Normalfall setzen sich diese Einzelfische exotischer Arten nicht durch.</p>
<p><br /><strong>Entwicklungen im Detail</strong></p>
<p><br />Nicht alle Bodenseefischarten zeigten in der Vergangenheit in ihrer Bestandsentwicklung Abhängigkeiten vom stark ansteigenden Nährstoffverlauf; bei einigen Arten war der Zusammenhang mit dem ansteigenden Phosphorgehalt aber deutlich. So nahmen einige karpfenartige Fische, wie Rotauge und Hasel, ab Mitte der 1950er-Jahre stark zu. Ihre Bestände gingen mit dem Phosphorgehalt aber auch wieder schnell zurück. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Mit stärkeren jährlichen Schwankungen, ansonsten aber einen ähnlichen Verlauf zeigt die Ertragsentwicklung beim Kretzer (vgl. Abbildung), der von Berufs- und Angelfischerei gleichermassen gesucht ist. Bei dieser Art werden neben dem Zusammenhang mit dem Eutrophierungsverlauf jedoch auch andere Faktoren, wie beispielsweise die Konkurrenz mit dem Kaulbarsch, als massgeblich für die Bestandsentwicklung angesehen.</p>
<p><br />Eine zur Phosphorkurve fast gegenläufige Bestandsentwicklung zeigt der Hecht, obwohl zu Zeiten hoher Eutrophierung mit den zahlreichen Weissfischen ein für den Hecht gutes Futterangebot vorhanden war. Eine Ursache für den stark zurückgehenden Hechtbestand wird im damaligen Uferverbau und der Auffüllung flacher Buchten gesehen.</p>
<p><br />Damit gingen zahlreiche Laichplätze verloren und die Fortpflanzung wurde erheblich gestört. Ähnlich wie beim Hecht ging auch der Seeforellenbestand zwischen 1955 und 1985 kontinuierlich und sogar bestandsgefährdend stark zurück, so dass für diese Art eine ganze Reihe von Stützungsmassnahmen ergriffen werden mussten.</p>
<p><br />Aber auch bei der Seeforelle war der sich verändernde Nährstoffgehalt des Sees höchstens eine von mehreren Ursachen für den Rückgang. Insbesondere wurde dieser Wanderfischart, die zum Laichen weit in die Bodenseezuflüsse aufsteigt, durch den Verbau der Wanderwege mit Wehren und Kraftwerken das Erreichen ihrer Laichplätze unmöglich gemacht. Mittlerweile wurde diese Beeinträchtigung durch den Bau zahlreicher Fischpässe verringert und der Bestand erholte sich. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Jahresertrag beim Karpfen, ein für den Bodensee-Obersee eher untypischer Fisch, lag in den 1950er-Jahren oberhalb 4 Tonnen und in der Folgezeit bei nur etwa einer Tonne. Im extrem warmen Sommer des Jahrs 2003 entwickelte sich die Brut dieser wärmeliebenden Fischart, die sich temperaturbedingt in unseren Gewässern nicht jedes Jahr fortpflanzen kann, ausgesprochen gut und in den Folgejahren wurden Jahreserträge bis zu 14 Tonnen erzielt, obwohl gleichzeitig die Bestände anderer karpfenartiger Fische zurückgingen.</p>
<p><br /><strong>Das Fazit</strong></p>
<p><br />Die Beispiele machen klar, dass sich die Fischbestände des Bodensees in den letzten hundert Jahren teilweise stark veränderten. Dies betraf aber weniger die artenmässige Zusammensetzung, sondern Zunahmen oder Rückgänge in der Bestandsgrösse. Die Rückgänge waren teilweise so massiv, dass einzelne Fischarten mit unterschiedlichen Massnahmen durch die Fischerei gefördert werden mussten. Nicht alle Veränderungen hingen mit dem zeitweise steigenden Nährstoffgehalt des Sees zusammen. Seit 10 bis 15 Jahren findet jedoch parallel zur Oligotrophierung (Nährstoffrückgang) eine Rückentwicklung zum Felchensee statt.</p>
<p><br /><em>Autor: Dr. Rainer Berg</em></p>]]></content:encoded>
			<category>Fischen Schweiz</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 26 Aug 2010 08:04:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Schweizer Fischkonsum auf Rekordniveau</title>
			<link>http://www.petri-heil.ch/magazin/anglernews/anglernews-einzelansicht/article//schweizer-fi-101729.html</link>
			<description>Satte 9,1 Kilogramm Fisch und Meeresfrüchte pro Kopf und Jahr – das ist neuer Schweizer Rekord....</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="news_single_date">25.08.10 |</span> Schweizerinnen und Schweizer essen immer mehr Fisch und Meerestiere: Allein in den letzten drei Jahren stieg der Konsum um mehr als 25 Prozent - auf 71‘011 Tonnen. Das entspricht einem Konsum von 9,1 Kilo Fisch und Meeresfrüchten pro Kopf und Jahr. Davon werden über 95 Prozent importiert und ein Drittel der Gesamtmenge stammt mittlerweile aus Zuchten. “Dies ist keine erfreuliche Zahl“, sagt Fischexpertin Mariann Breu vom WWF. Weil Zuchtfische meist mit Fischmehl und Fischöl gefüttert werden, tragen sie indirekt ebenfalls zum Leerfischen der Meere bei. <br />&nbsp;</p>
<p><div class="related-info-klein"><div class="head">Das aktuelle Heft</div><div class="body"><table class="contenttable"><tbody><tr><td><p><img border="0" width="62" src="/fileadmin/user_upload/_BILDER_ARTIKEL/Ausgaben/titel_related.jpg" alt="" /></p></td><td style="font-size:11px;"><p>&nbsp;<img src="uploads/RTEmagicC_dreieck_blau.gif.gif" style="WIDTH: 5px; HEIGHT: 9px" alt="" /> <a href="magazin/aktuelle-ausgabe.html" title="Öffnet einen internen Link im aktuellen Fenster" class="internal-link" >Inhalt</a><br />&nbsp;<img src="uploads/RTEmagicC_dreieck_blau.gif.gif" style="WIDTH: 5px; HEIGHT: 9px" alt="" /> <a href="service/abobestellung.html?no_cache=1" title="Öffnet einen internen Link im aktuellen Fenster" class="internal-link" >Abo bestellen</a><br />&nbsp;<img src="uploads/RTEmagicC_dreieck_blau.gif.gif" style="WIDTH: 5px; HEIGHT: 9px" alt="" /> <a href="magazin/werbung.html" title="Öffnet einen internen Link im aktuellen Fenster" class="internal-link" >Werbung</a><br />&nbsp;<img src="uploads/RTEmagicC_dreieck_blau.gif.gif" style="WIDTH: 5px; HEIGHT: 9px" alt="" /> Archiv</p></td></tr></tbody></table></div></div>Die Situation ist aber vor allem beim Wildfang angespannt. Dazu Breu: „Die Bestände vieler beliebter Meeresfischen sind heute überfischt oder stehen kurz davor.“ Jährlich landen Millionen von Fischen und Meerestieren als unerwünschter Beifang in den Netzen und werden tot und ungenutzt über Bord geworfen. Auch für Fischmehl in der Zuchtfischproduktion braucht es immense Mengen Fische aus Wildbeständen. Nur eine nachhaltige Fischerei kann die Ressource Fisch langfristig erhalten. <br />&nbsp;</p>
<p>Damit Konsumentinnen und Konsumenten erkennen, welchen Fisch sie mit gutem Gewissen kaufen können, hat der WWF seinen Ratgeber <a href="http://assets.wwf.ch/downloads/ratgeber_fisch_d_ktipp.pdf" target="_blank" >«Fische und Meeresfrüchte»</a>&nbsp;(<a href="http://assets.wwf.ch/downloads/ratgeber_fisch_d_ktipp.pdf" target="_blank" >PDF-Download</a>) neu aufgelegt. Der WWF empfiehlt bei Wildfang Fisch mit dem MSC-Label (Marine Stewardship Council) zu kaufen, bei Zuchten auf das Bio-Label zu achten und einheimische Seefische zu bevorzugen.<br />&nbsp;</p>
<p>Den Ratgeber «Fische und Meeresfrüchte» gibt es neu auch als kostenlose WWF-Ratgeber-App für das iPhone oder in ein paar Tagen für Android-Handys.<br />&nbsp;</p>
<p><br /><strong>Die Schweizer Rangliste</strong></p><ol><li>Thunfisch ist und bleibt mit 8710 Tonnen im Jahr 2009 der beliebteste Schweizer Speisefisch. Das war schon bei der letzten Erhebung im Jahr 2006 so.</li><li>Mit 7948 Tonnen hat sich der Konsum von Crevetten in den letzten drei Jahren nahezu verdoppelt und belegt Rang zwei. </li><li>Mehr als verdoppelt hat sich mit 7305 Tonnen auf Rang drei&nbsp;der Verzehr von Lachs.</li><li>An vierter Stelle&nbsp;liegen die Plattfische mit 6000 Tonnen. Dazu gehören beispielsweise Butte, Schollen und Zungen. </li><li>Der Pangasius belegt den fünften Platz. Vor wenigen Jahren praktisch noch unbekannt, schafft er es auf 3796 Tonnen im 2009. </li></ol>]]></content:encoded>
			<category>Anglernews</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 25 Aug 2010 13:52:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Vierwaldstättersee-Hecht, 27,2 Pfund, 125 cm</title>
			<link>http://www.petri-heil.ch/magazin/anglernews/anglernews-einzelansicht/article//vierwaldstae-101728.html</link>
			<description>Thomas Wipfli aus Steinen berichtet: «Ich fuhr am 28. Juni von Brunnen aus zum Schleppfischen mit...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="news_single_date">24.08.10 |</span> Thomas Wipfli aus Steinen berichtet: «Ich fuhr am 28. Juni von Brunnen aus zum Schleppfischen mit dem Seehund auf den Vierwaldstättersee. Gegen 11 Uhr wollte ich die letzte Zügelschnur herauslassen, als ich auf der anderen Seite am zweiten Zügel einen heftigen Ruck in der Schnur beobachtete. Noch gar nicht richtig auf einen Fang eingestellt, wechselte ich die Schnüre auf die andere Seite, bis ich den Zügel mit dem Fisch einholen konnte.</p>
<p><br />Zuerst tippte ich auf einen mittelgrossen Hecht, dann plötzlich kam der Riesenfisch in Sichtnähe. Der Feumer war definitiv zu klein. Nach zehn Minuten konnte ich knieschlotternd den Hecht von Hand mit Kiemengriff in das Boot wuchten. Ausrüstung: 0,50er-Monofilzügel, 0,45er Hard Mono-Vorfach, Köder: Schaufelschwanz-Gummifisch, blau-silber 25 cm auf Müller-System.</p>]]></content:encoded>
			<category>Kapitaler Fang</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 24 Aug 2010 09:43:00 +0200</pubDate>
			
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